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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Schützen: Nach fünf Jahren und 9000 Arbeitsstunden am Ziel

25.02.2010

TWEELBäKE Mit einem „Tag der offenen Tür“ hat der Schützenverein Tweelbäke die Fertigstellung seines Schützenheims am Borchersweg in Tweelbäke gefeiert. Zur Einweihung empfing Vereinsvorsitzender Peter Sander neben zahlreichen Vertretern befreundeter Vereine, der Politik und Wirtschaft unter anderen den Präsidenten des Oldenburger Schützenbundes, Josef Rolfes, und die Präsidentin des Schützenbundes Hunte­strand, Anita Sperlich.

Gerne hätte er die offizielle Eröffnung der vereinseigenen Schießhalle schon 2005 zum 100. Vereinsbestehen gefeiert, so Sander. Das sei leider nicht möglich gewesen. Nach fünfjähriger Bauzeit habe man nun eine rundum funktionale Anlage. Sander dankte allen Sponsoren und Helfern für ihre Unterstützung, insbesondere auch den Vereinsmitgliedern und Bürgern des Dorfes, die über 9000 Arbeitsstunden eingebracht hatten. 20 Frauen hatten für die Beköstigung gesorgt, 29 Landwirte selbstlos mit ihren Fahrzeugen 450 Tonnen Bodenaushub bewegt und Bauschutt abgefahren und über 350 Tonnen Sand wieder eingebracht, so dass über 90 Prozent Eigenleistungen erfüllt werden konnten.

Der Vorsitzende ließ die Vereinsgeschichte, die am 3. März 1905 im „Krug zum grünen Kranze“ von Gerhard Harms begann, ebenso Revue passieren wie die Wiedergründung nach dem Krieg am 1. Februar 1950 und die Gründung der Damenabteilung am 15. November 1976. Er erinnerte an die Fahnenweihe zur 90-Jahr-Feier, aber auch an den letzten Auftritt des eigenen Spielmannszuges zum 100-jährigen Bestehen des Vereins, der aus Altersgründen danach nicht weiter aufspielen konnte.

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Mit der Errichtung des neuen Schützenheimes wollten die Tweelbäker Schützen die Weichen für die Zukunft stellen, so Sander, weil das Schützenwesen als unverzichtbarer Bestandteil zur sportlichen und geselligen Freizeitgestaltung eines Dorflebens gehöre.

In Grußworten wurde das beachtenswerte Engagement der Tweelbäker Schützen gelobt. Josef Rolfes unterstrich die große Bedeutung eines Vereinsheimes, in dem die Tradition gepflegt, der Sport von Jung und Alt ausgeübt und auch die Jugend gefördert werde. Gesellige Veranstaltungen führten das ganze Dorf immer wieder zusammen.

Gemeinsam mit Anita Sperlich zeichnete Josef Rolfes Peter Sander für sein eigenes großes Engagement mit der Goldenen Verdienstnadel des Nordwestdeutschen Schützenbundes aus.

Als Vertreter der Politik überbrachten Brigitte Behrens aus Hatten und Maike Würdemann aus Oldenburg ihre Glückwünsche. Die Oldenburger CDU-Ratsfrau verlas ein Grußwort von Oberbürgermeister Gerd Schwandner, der den Bogen spannte vom zukunftsgewandten Zentrum der Wissenschaft mit der Vision der „Übermorgenstadt“ und einem Ort mit 1000-jähriger Geschichte und großer Tradition. Er zitierte Thomas Morus, der einmal gesagt hatte: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“

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