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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Nachtschicht im Polyester

15.09.2017

So ein Filmfest hat immer zwei Seiten: die offizielle und die inoffizielle. Das Internationale Filmfest Oldenburg ist auch für seine letztere bekannt, und auch die startete in der Nacht zum Donnerstag mit der Midnight Party im Polyester. Im Laufe der Geisterstunde füllte sich das Lokal mehr und mehr. Die lauschige Atmosphäre lud bei launiger Musik zum Plauschen und Fachsimpeln ein. Viele Gespräche fanden ob der internationalen Besucher und Gäste in englischer Sprache statt, einige auf Spanisch – und manche in Form von rhythmischen Bewegungen auf der Tanzfläche.

Neben Filmfest-Chef Torsten Neumann ließ es sich nach dem Blitzlichtgewitter auf dem Roten Teppich bei der Eröffnungs-Gala in der EWE-Arena auch Stargast Moritz Bleibtreu nicht nehmen, im schummerigen Kneipenlicht mit Freunden und Fans der Film-Branche zu plaudern und mit einigen weiteren Protagonisten seines Films „Familiye“ die Nacht zum Tag zu machen. Bis nach vier Uhr zog der 46-Jährige viele Blicke auf sich – wann er dann ins Hotel ging, ist nicht überliefert.

Der Eröffnungsfilm „Familiye“ stellt authentisch und schonungslos das Leben im Spandauer Kiez dar. Die Regisseure Kubilay Sarikaya und Sedat Kirtan sind gebürtige Berliner, Spielsucht und Gewalt erlebten sie direkt vor der Haustür. „Verzokkt“ wurde ihr erster Film, 2012 vorgestellt in Spandau – der Durchbruch ließ auf sich warten.

Sein täglich Brot verdiente Kubilay als Sozialarbeiter, zuletzt als Leiter einer Notunterkunft für Flüchtlinge in Weißensee. Kirtan blieb seiner Expertise als Sicherheitsmann treu. Moritz Bleibtreu stellte Kontakte her, der Produzent Peter-Jörg Klein steckte dem Vernehmen nach mehr als 600 000 Euro ins Projekt. In 27 Drehtagen kam „Familiye“ zustande. Nun sucht das Team hinter dem Team einen Verleih für den Film – was nach dem glänzenden Start in Oldenburg doch kein Problem sein sollte.
Mathias Freese
                            Oliver Schulz

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