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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kultur in Oldenburg stellt sich aufs Altern ein

27.04.2019

Nadorst Wie möchten Oldenburgerinnen und Oldenburger ihr Leben im Alter gestalten? Mit Sicherheit kreativ und lebendig. Denn egal ob Silver, Best, Golden oder High Ager – Kunst und Kultur gehören unbedingt zu einem sinnerfüllten Leben dazu. Deshalb soll es bei „blue OL“, einem neuen Kulturfestival für Menschen ab 55, vom 23. bis 26. Mai vier Tage lang um eine mutige und freudige Gestaltung des eigenen Alter(n)s und der alternden Gesellschaft gehen. Workshops, Konzerte, Tanz, Theater, Lesung – das Beste aus allen Kunstsparten wird geboten.

Das „blue OL. Kulturfestival 55+“ findet statt in und vor dem Caritas-Seniorentreffpunkt im Pavillon (Scheideweg 100) sowie auf dem umliegenden Parkplatz des Famila-Centers. Das Festival wird veranstaltet vom Caritas-Landesverband Oldenburg-Ammerland in Kooperation mit dem Kulturbüro und der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt. Förderer sind die Marius-Eriksen-Stiftung, die Friedrich- und Hedwig-Eilers-Stiftung und die Oldenburger Bürgerstiftung. Auch das Famila-Center unterstützt das Festival.

Keine Altersgrenzen

Schirmherr ist Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Oldenburg ist ein guter Platz, um alt zu werden“, ist der 55-Jährige überzeugt. „Kultur kennt keine Altersgrenzen – das zeigt dieses Festival ganz deutlich. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ist für viele ältere Menschen ein Schlüssel zu sozialer Teilhabe und höherer Lebensqualität.“

Der Name „blue OL. Kulturfestival 55+“ bezieht sich auf die sogenannten „Blauen Zonen“ („Blue Zones“) auf der Erde. So werden Orte bezeichnet, an denen überdurchschnittlich viele Menschen sehr alt werden – und das bei guter Gesundheit, sozialer Einbindung und subjektivem Wohlbefinden. Weltweit hat man bislang fünf „Blaue Zonen“ entdeckt – „blue OL“ möchte eine weitere werden.

Bedarfsgerechtes Kulturangebot entwickeln

Inhaltlich geht es laut Stadt darum, ein bedarfsgerechtes Kulturangebot für die wachsende Bevölkerungsgruppe über 55 Jahren bis hin zur Hochaltrigkeit sowie Perspektiven für ein lebenswertes Alter mit Kunst und Kultur zu entwickeln. Das Festival fungiert hierzu als Wegbereiter und zudem als Auftaktveranstaltung für die Entwicklung eines kulturgeragogischen Netzwerkes in Oldenburg.

Die Zielgruppe 55+ konnte sich bereits an der Planung von „blue OL“ beteiligen. Man konnte eigene Programmpunkte einbringen oder Wünsche und Bedarfe mitteilen. Eine Befragung der Zielgruppe mittels Handzetteln brachte einen regen Rücklauf, heißt es. Die Ergebnisse flossen in die Programmentwicklung mit ein. Dort sind beispielsweise Workshops zum Biografischen Erzählen enthalten sowie „Wildes Tanz“ genauso wie Kreistänze.

Nicht nur für die Fitten

Es geht, so sagen die Veranstalter, um eine konsequente Orientierung an den Wünschen und Bedarfen älterer Menschen, um die kulturelle Teilhabe und (Nah-)Versorgung durch dezentrale, quartiersbezogene und aufsuchende Angebote. Nicht nur die gesundheitlich fitten und finanziell gut situierten Menschen über 55 bilden die Zielgruppe. Eingeschlossen sind ausdrücklich auch Menschen mit Beeinträchtigungen und abnehmender Mobilität, wie Bewohner von Pflegeheimen und Besucher von Tagespflegeeinrichtungen. Sogar bettlägerige Patienten sollen nicht außen vor gelassen werden. Ein sogenanntes „Residenzprojekt“ bezieht auch sie mit ein.

Das Programmheft zu „blue OL. Kulturfestival 55+“ liegt druckfrisch vor. Ab sofort können sich Interessierte ab 55 anmelden und sich einen Platz in ihrem Lieblingsworkshop sichern. Man kann aber auch spontan vorbei kommen und mitmachen. Die Möglichkeit zur Anmeldung, weitere Infos und Kontakt unter Telefon  235-23 19 oder kulturellebildung@stadt-oldenburg.de sowie


unter   www.oldenburg.de/kulturelle-bildung 
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