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AUSSTELLUNG: Neue Ehre für Hofkapellmeister

20.12.2007

OLDENBURG Wieder ans Licht geholt: Notenblätter, alte Fotografien, Bilder, Probenberichte und andere Blätter aus längst vergangener Zeit lassen im Staatsarchiv ein Stück Oldenburger Musikgeschichte lebendig werden. Bis zum 1. Februar zeigt das Niedersächsische Landesarchiv am Damm eine Ausstellung unter dem Titel „Die Großherzogliche Hofkapelle in Oldenburg 1832-1918“.

Einige der Dokumente in den 16 Vitrinen kamen sogar aus dem Ausland wieder zurück nach Oldenburg. Das berichteten am Mittwoch Dr. Wolfgang Henninger und Axel Eilts, die die Ausstellung mit Dokumenten aus der Musikgeschichte der Stadt „komponiert“ haben. Der Zeitpunkt war nicht von ungefähr gewählt, feiert doch das Oldenburgische Staatsorchester zum Ende dieses Jahres 175-jähriges Bestehen. Gegründet wurde es 1832 als Großherzogliche Hofkapelle und bezahlt aus der Privatschatulle des Großherzogs.

Auch die Oldenburgische Landschaft widmet sich in ihrem aktuellen Heft „Kulturland Oldenburg“ der Geschichte des Staatsorchesters. „Wir haben es ganz bewusst dem Schwerpunkt Musik gewidmet“, sagt Dr. Michael Brandt, Geschäftführer der „Landschaft“.

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Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen vier Hofkapellmeister: August Pott, Albert Dietrich, Ferdinand Manns und Ernst Boehe. Es war die Zeit, als die Dirigenten drei Jahrzehnte blieben und auch komponierten. „Das wurde damals erwartet“, erzählt der heutige Generalmusikdirektor des Staatsorchesters, Alexander Rumpf. Als Hommage an das 175-jährige Bestehen wurde bei den Kammerkonzerten in diesem Jahr auch immer ein Werk aus dem Gründungsjahr gespielt. Aus kompositorischer und musikalischer Sicht ist für Rumpf Hofkapellmeister Albert Dietrich der bedeutendste und für Henninger auch aus wissenschaftlicher Sicht. Zu Dietrichs Zeiten kamen berühmte Persönlichkeiten in die Stadt, mit denen er befreundet war. Dazu zählten Clara Schumann und Johannes Brahms. Rumpf vergleicht Dietrichs Sinfonien vom Range her mit jenen Robert Schumanns und Brahms. Er belegt das an der Aufführungsdichte der Werke Dietrichs in jener Zeit. Das Staatsorchester hat jetzt Werke von ihm eingespielt, die 2008 zum 100.

Todestag Dietrichs auf CD erscheinen werden.

Und nicht zuletzt das ist für Rumpf und Brandt auch Beleg dafür, dass das Orchester keineswegs nur nach Kosten-Nutzen-Richtlinien geführt werden dürfe, sondern auch seinem Bildungsauftrag für die Bürger gerecht werden müsse. Ganz so, wie es auch der Großherzog damals bei der Gründung der Hofkapelle wünschte.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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