• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Neuer Glanz für großen Schatz

05.12.2012

Oldenburg Einen Sturm der Entrüstung löste die Stadt Stralsund aus, als sie im Juni ihre über 400 Jahre alte Gymnasialbibliothek an einen Antiquar verscherbelte. Ganz anders läuft es in Oldenburg. 6290 Euro haben der ehemalige AGO-Leiter Jürgen Herold und sein Nachfolger Frank Marschhausen am Dienstag an die Landesbibliothek übergeben. Damit können nun elf weitere wertvolle Werke der historischen AGO-Bibliothek restauriert werden.

Während des gesamten vergangenen Schuljahres hatten Jürgen Herold, Helmut Hartig (Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des AGO) und Fabian Illing (Vorsitzender des Vereins der Ehemaligen) bei Eltern, Lehrern, Ehemaligen und Freunden der Schule um Unterstützung für die Restaurierung der wertvollen Bücher geworben. Gekrönt wurde die Sammlung mit dem sehr erfolgreichen Spendenaufruf Herolds beim Orgelkonzert zu seinem Abschied in St. Lamberti. „Es hat mich enorm gefreut, was für ein großartiger Betrag da zusammengekommen ist“, sagte Herold am Dienstag bewegt. Es befinden sich 500 Bücher des 16. bis 19. Jahrhunderts aus dem AGO-Bestand als Dauerleihgabe in der Landesbibliothek. Es ist eine der ältesten erhalten Schulbibliotheken im gesamten Nordwesten – überwiegend mit Werken antiker Autoren, Literatur zur Sprach- und Literaturwissenschaft, Geschichte, Philosophie und Theologie, darunter Ausgaben der Werke Luthers und des Erasmus von Rotterdam aus dem 16. Jahrhundert, ein Gotenspiegel und spektakuläre großformatige Bände mit alten Stadtansichten Italiens von 1724.

Für Corinna Roeder, die Direktorin der Landesbibliothek, ist die Spende ein „wichtiger Schritt zum Erhalt der alten Gymnasialbibliothek, auch wenn noch 36 weitere Bücher auch restaurierungsbedürftig sind – dann kann der gesamte Bestand im Lesesaal genutzt werden“.

AGO-Leiter Frank Marschhausen sagte: „Und darum geht es ja, diesen verborgenen kulturellen Schatz den Schülern und einem breiten Publikum zu öffnen.“ Es sei allein schon ein sinnliches Erlebnis, diese Werke „zu sehen, zu riechen und zu fühlen“. Die Bücher wiesen auch auf das AGO hin als „bedeutendes Stück gelebter Geschichte Oldenburgs mit einer unheimlichen Kontinuität in den 450 Jahren“. Der Kontrast der alten Bücher zur Gegenwart mache aber auch die Notwendigkeit des Modernisierungsprozesses bewusst. Dazu gehöre der erfolgreich eingeschlagene Weg, das Konzept des AGO mit dem Dreiklang von Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft weiter voranzubringen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/stadt-oldenburg 

Weitere Nachrichten:

AGO | Landesbibliothek