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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Neugier größer als Furcht vor Nässe

30.06.2017

Oldenburg Als Gleichung mit vielen Unbekannten präsentiert sich auch in diesem Jahr der Oldenburger Kultursommer. Eine wesentliche Rolle spielte schon am Eröffnungstag – wie sollte es im Nord-westen auch anders sein – das Wetter.

Einerseits schienen die Musiker von „Bixiga 70“ aus dem brasilianischen Sao Paolo in ihren bunten Halbarmhemden überrascht vom hiesigen Sommer – der zurzeit vermutlich ungemütlicher ist als der südamerikanische Winter.

Zum anderen erwiesen sich die erfahrenen Artisten der Flugtrapez-Show „Omnivolant“ als selbstsichere Zocker. Mit Lappen und Tüchern ausgestattet, wischten und arbeiteten sie vor dem Schloss an ihrem „halben Riesenrad“ herum, so bald einmal der Regen aussetzte. „Sicherheit zuerst“ ist ihre Devise – doch gleich danach kommen Ehrgeiz und Spaß, dem Publikum die waghalsigen Luftnummern zu präsentieren.

Und das Glück war mit den Tüchtigen: Pünktlich um 19 Uhr stoppte der Regen für zwei Stunden, ließ mit kurzer Verzögerung die Trapez-Show zu und kehrte erst als sogenanntes „lokales Starkregenereignis“ gegen 21 Uhr auf den Schlossplatz zurück.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die zehn Musiker von „Bixiga 70“ den größten Teil ihres Auftritts absolviert. Die zehnköpfige Formation entfachte ein Feuerwerk aus gut abgestimmter Percussion und fetten Bläser-Einheiten. Das Kollektiv zeigte sich inspiriert und setzte mit seinem rund anderthalbstündigen Auftritt ein erstes Glanzlicht.

Die Oldenburger drückten im Verlauf des ersten Abends ihr Wohlwollen gegenüber dem Kultursommer wieder in der „Pendel-Diplomatie“ aus. Rechtzeitig zum Auftakt der Flugshow bevölkerten die ersten 1000 Zuschauer den Platz vor dem Schloss.

Bei stabiler Trockenheit waren bis zu Konzertbeginn von „Bixiga 70“ die nächsten geschätzt 2000 Interessierten nachgerückt, was sich in einem sehr gut gefüllten Areal abbildete. Der Wetterprognose für die kommenden Tage ist allerdings zu entnehmen, dass sich an dieser Art der Neugier wenig ändern wird.

„Die besondere Vielfalt in Oldenburg“ hatte Bernt Wach beim Empfang im Schloss zwar gelobt, aber sicher nicht das wechselnde Wetter gemeint. Vielmehr schaute der Geschäftsführer der Kulturetage und Künstlerische Leiter des Kultursommers auf das einzigartige Angebot und die zahllosen Möglichkeiten des Festivals, „das nicht machbar wäre, wenn die treuen Sponsoren nicht immer wieder unterstützend eingreifen würden. Denn allein mit den Mitteln der Stadt wäre der Kultursommer nicht zu stemmen.“

Am Ende verriet Wach noch, was den Künstlern in all den Jahren rückblickend im Gedächtnis geblieben ist: „Die meisten erinnern sich an den wohl größten Backstage-Bereich – das Oldenburger Schloss!“

Oliver Schulz
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2094

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