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Aktualisiert vor 19 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Nonstop zwölf Freiheits-Filme gucken

15.03.2017

Oldenburg Normalerweise zieht das Oldenburger Filmfest Cineasten im September in den Bann. Wer Lust hat auf „ein bisschen Filmfest“ schon im März, der ist in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin an der richtigen Adresse: Festival-Chef Torsten Neumann ist von der Staatskanzlei eingeladen worden, in der Hauptstadt-Dependance ein 24-Stunden-Filmprogramm zum Oberthema „Freiheit“ zu gestalten.

Neumann präsentiert am 23. und 24. März nonstop zwölf Filme, die zum Teil bereits in Oldenburg gefeiert wurden und nun vom Hauptstadt-Publikum entdeckt werden können. Gezeigt werden Streifen, die einen starken Oldenburg-Bezug haben und den unabhängigen Geist des Festivals reflektieren.

In den Ministergärten im Berliner Ortsteil Mitte – dort, wo die Stadt Oldenburg erst vor wenigen Tagen das „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ aufgetischt hatte, wird Staatssekretär Michael Rüter gemeinsam mit Torsten Neumann das cineastische Programm am Donnerstag, 23. März, um 19 Uhr eröffnen. Den Auftakt macht Oldenburg-Alumni Andreas Schaap mit der Vorpremiere des Dokumentarfilms „Gaza Surf Club“, der erst eine Woche später vom Farbfilm Verleih bundesweit in die Kinos gebracht werden wird. Der aus Oldenburg stammende Regisseur Schaap hat die Doku mitproduziert. Sie zeigt, wie sich junge Surfer im Gazastreifen auf ihren Brettern ein kleines Stück Freiheit erschaffen.

Unter den Gästen in der Landesvertretung wird auf jeden Fall eine Abordnung aus Oldenburg sein: Die Klasse 11b der Waldorfschule, die seit mehren Jahren ganz nah dran am Filmfest ist, lässt sich das Ereignis nicht entgegen. Seit 2012 ist die Klasse zu Gast, wenn sich Schauspielgrößen auf dem Oldenburger „Walk of Fame“ verewigen.

Im Bus nach Berlin

Diesmal folgen die Schüler am Donnerstagvormittag mit einem eigens dafür angemieteten Bus dem Filmfest in die Hauptstadt. Filmfest und Waldorfschule teilen sich die Koten. Auf die Schüler warten indes keine Unterkünfte in Hotel, Hostel oder Jugendherberge, sondern „nur“ Feldbetten, die von der Landesvertretung zur Verfügung gestellt werden.

Das 24-Stunden-Programm enthält Höhepunkte wie Stanley Kubricks Anfang der 70er Jahre gedrehter Skandal-Erfolg „Clockwork Orange“, der um 23 Uhr gezeigt wird. Vorher (um 21 Uhr) feiern der tschechische Regisseur Michal Samir und der Produzent Matej Chlupacek mit ihrem Film „Hany“ – 2014 von den Oldenburger Festivalgästen zum besten Film der Independent-Reihe gewählt – ihre Berlin-Premiere. Samir porträtiert darin das Lebensgefühl seiner Generation und deren Suche nach Freiheit. Außerdem im Programm: die US-Highschool-Komödie „Ferris macht blau“ (am Freitag, 24. März, um 10.30 Uhr) und „Citizenfour“, der Dokumentarfilm über die Tage, als Edward Snowden der Welt die Überwachungswut der amerikanischen NSA enthüllte (Freitag, 12.30 Uhr), sowie der Anti-Apartheid-Streifen „Stander“ (Freitag, 15 Uhr) – Hauptdarstellerin Deborah Kara Unger wird zu Gast sein.

Im Nachtprogramm flimmert u. a. Radley Metzgers Film „Score“ (Freitag, 1.30 Uhr) über die Leinwand. In diesen 1974 erschienenen Erotikstreifen integrierte Sexfilm-Pionier Metzger, dem das Filmfest 2010 die Retrospektive gewidmet hatte, erstmals eine schwule Hardcore-Szene. Die Waldorfschüler dürfen den Film indes nur mit elterlicher Genehmigung sehen.

Zum Abschluss läuft ab 17.30 Uhr „Foreign Affairs“, der Dokumentarfilm über Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. Der Film hatte im vergangenen September in Anwesenheit des Ministers in Oldenburg seine Deutschland-Premiere gefeiert. Auch diesmal wird Asselborn mit Regisseur Pasha Rafiy persönlich vor Ort sein. Ab 18.45 Uhr steht Luxemburgs Chefdiplomat für ein Abschlussgespräch zur Verfügung. Der Eintritt zu „24 Stunden Unabhängigkeit“ ist frei.

Stephan Onnen
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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