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Aktualisiert vor 6 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Erinnerung: Zeit-Zeugnisse in vielen Tönen

01.11.2019

Ofenerdiek /Bloherfelde An den rauchenden Trümmern der Synagoge und der jüdischen Schule in der Peterstraße vorbei wurden am 10. November 1938 jüdische Oldenburger zum Gefängnis in der Gerichtsstraße getrieben. Von dort aus ging es in die Deportation. Genau diese Strecke durch die Innenstadt wird alljährlich beim Erinnerungsgang genommen.

Seit dem Jahr 2005 gestaltet je eine Oldenburger Schule den Erinnerungsgang – begleitet vom Arbeitskreis Erinnerungsgang und unterstützt von der Landesbibliothek sowie der Stadt Oldenburg. Diesmal wird der Faden der Erinnerung von der Oberschule Ofenerdiek weitergesponnen.

„Wissen, Erforschen, Erinnern und die kreative Auseinandersetzung sollen helfen, das Bewusstsein junger Menschen gegen menschenverachtende Parolen zu stärken“, heißt es in der Ankündigung. Am Sonntag, 10. November, um 15 Uhr startet der Erinnerungsgang im Innenhof der Landesbibliothek am Pferdemarkt. Vorher, ab 14 Uhr, wird in der Garnisonkirche, Peterstraße, eine Andacht gefeiert, die die Ofenerdieker gestalten. „Nichts ist vergessen – niemand ist vergessen“ lautet das Thema – nicht nur dort.

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Sondern auch bei einem Konzert am Sonntag, 3. November, 17 Uhr, mit Zeit-Zeugnissen von Ruth Simon (Jüdin aus Oldenburg) und Anita Lasker (Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz) sowie Musik vom Alanus-Ensemble für Intuitive Musik. In der St.-Stephanus-Kirche, Windthorstraße, spielen Sebastian Langer (Bassklarinette), Guido Eva (Violine), Anne Krickeberg (Violoncello), Tobias Müller (Perkussion), Caroline Breuninger und Ronald Poelman (Klavier).

Ebenfalls an diesem Sonntag in St. Stephanus wird die Ausstellung „Ich kann nicht schweigen!“ eröffnet. Es handelt sich um den Holocaust-Zyklus mit Rohrfederzeichnungen von Tisa von der Schulenburg (1903-2001), der Schwester des Widerstandskämpfers Fritz-Dietlof von der Schulenburg, der am Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 beteiligt war. Zur Ausstellungseröffnung im Gottesdienst (ab 10 Uhr) spielt Frerk Meyer, Klarinette.

In einem Kamingespräch am Mittwoch, 6. November, ab 19.30 Uhr in St. Stephanus steht Tisa von der Schulenburg, die auch Ordensfrau war, erneut im Mittelpunkt. Leben und Werk dieser engagierten Frau werden vorgestellt von Gabriele Hoeltzenbein vorgestellt. Sie erlebte die Künstlerin als Schwester Paula im Mädchengymnasium der Ursulinen (Dorsten) als Kunstlehrerin.

Ein besonderes Zeit-Zeugnis ist der Film „Mut zum Leben – Die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz“, der am Sonntag, 17. November, ab 16 Uhr, in St. Stephanus gezeigt wird. Es folgt ein Gespräch mit der Autorin und Filmemacherin Christa Spannbauer (Berlin), die für diesen Film vier Shoah-Überlebende für einige Jahre begleitet hat. Zu ihnen zählte auch die Sängerin Esther Bejarano (Überlebende des Mädchenorchester von Auschwitz), die im Februar dieses Jahres im Kulturzentrum PFL gastierte.

Die komplette Programm gibt es unter


     www.erinnerungsgang.de 
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