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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Jugendliche erinnern an Schicksal der Zwangsarbeiter

04.05.2018

Ohmstede /Nadorst Unter unmenschlichen Bedingungen mussten sie arbeiten. Mit Spaten, Schaufel und Schubkarren holten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter an der Flötenstraße Sand aus dem Boden; Material für den Straßenbau. So entstand hier der Flötenteich. Aus kriegswichtigen Gründen sollte Oldenburg eine Umgehungsstraße erhalten. Vom Baubeginn am 5. März 1940 bis 1945 wurden mehr als 12 000 Menschen zur Arbeit gezwungen. Am 3. Mai 1945 haben kanadische Truppen die Zwangsarbeiter aus Lagern in Oldenburg befreit. Diesem Jahrestag wurde am Donnerstag in besonderer Weise gedacht.

Am Flötenteich erinnert heute ein Gedenkstein an das Leid der Zwangsarbeiter. Das Mahnmal ist auf Initiative von jungen Menschen entstanden: von Schülerinnen und Schülern der IGS Flötenteich. Vor fast sieben Jahren wurde der Gedenkstein enthüllt. Und nun waren es wieder Schülerinnen und Schüler der IGS Flötenteich, die auf das Schicksal der Zwangsarbeiter aufmerksam machten. Sie hatten für Donnerstag einen öffentlichen Erinnerungsgang organisiert. Vom Gedenkstein am Flötenteich ging es zur Gedenkstätte Zwangsarbeitergräber auf dem Friedhof Ohmstede.

Die Jugendlichen brachten dabei den Teilnehmern historische Ereignisse aus dem Leben der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter näher. Die Bläserklasse der IGS begleitete die Gedenkfeier musikalisch. Am Mahnmal auf dem Ohmsteder Friedhof legten dann Bürgermeisterin Petra Averbeck und Pastor Christoph Fasse einen Kranz nieder. Auf dem Friedhof befindet sich in Oldenburg das größte Sammelgrab für Opfer der Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. Am westlichen Rand des Friedhofsgeländes gibt es einen Bereich, der ihrem Gedenken gewidmet ist und auf dem 2015 die neue Gedenkstätte Zwangsarbeitergräber eingeweiht wurde.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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