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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

15.500 Zuschauer füllen die Kinos

18.09.2018

Oldenburg Auf offener Bühne als guter Bösewicht bezeichnet zu werden, das passiert auch nicht jedem. Als Karin Katerbau, Vorstand des Filmfest-Hauptsponsors OLB, am Sonntagabend bei der Abschlussgala im Staatstheater so über Festivalleiter Torsten Neumann sprach, meinte sie das natürlich augenzwinkernd und gleich in doppeltem Sinne. Einmal in Bezug auf seine Rolle als Bond-Bösewicht „Dr. No Bullshit“ im Festivaltrailer. Und einmal in Anspielung darauf, dass er, so hörte man zwischen den Zeilen, ein knallharter Verhandlungspartner ist, wenn es darum geht, möglichst viel Unterstützung für das Festival herauszuholen.

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Dass es dennoch auch bei der 25. Auflage wieder mal ein Happy End gab, hob Katerbau ebenfalls hervor und Unterstrich die Wichtigkeit des Festivals. „Es steht für Kunst und Kultur, was wir in diesen Zeiten dringend brauchen.“ Neumann selbst überließ anderen die großen Worte und beließ es beim Moderieren.

Die offizielle Bilanz fiel positiv aus. Mit insgesamt mehr als 15.500 Zuschauern in den Festivalkinos, der Kongresshalle, dem Staatstheater und in den weltweit einzigartigen JVA-Vorführungen sei auch in diesem Jahr ein starkes Interesse am Filmfest zu verzeichnen, heißt es da. Zwar waren das rund 500 Zuschauer weniger als im Vorjahr. Was aber schon dadurch zu erklären ist, dass vor einem Jahr allein 1500 Zuschauer zur Eröffnung in die EWE-Arena kamen und diesmal 950 Gäste in die deutlich kleinere (und nicht ganz ausverkaufte) Kongresshalle.

Autor Bruce Robinson Im NWZ-Interview: Es ist die Wut, die mich jeden Morgen schreiben lässt (Abo)

Traditionell am letzten Abend verliehen wurden die ausgelobten Preise. Der Germany Independence Award für den besten Film ging an „Temporary Difficulties“ von Regisseur Mikhail Raskhodnikov. Der 36-Jährige, eigentlich Typ russischer Bär, mutierte auf der Bühne vor Aufregung zum niedlichen Teddybären mit Atemnot, dem es erst nach aufmunterndem Applaus gelang, ein paar kurze Dankesworte auf Englisch zu finden.

Vor drei Tagen sei der Film in Russland angelaufen und er bekomme bereits viele Rückmeldungen, ließ er später im Gespräch mit der NWZ übersetzen. „Dass der Preisträger hier vom Publikum gewählt wird, macht die Auszeichnung natürlich besonders.“ Zwölf Filme waren für den Award nominiert.

Aufgrund der vielen herausragenden Leistungen von Frauen gingen die Darstellerpreise in diesem Jahr an zwei Schauspielerinnen. Isabella Eklöf, Regisseurin des Films „Holiday“, nahm stellvertretend für Victoria Carmen Sonne den Seymour-Cassel-Award entgegen. „Sie ist die neue ... – wer auch immer eure Lieblingsschauspielerin ist“, sagte sie über die Geehrte.

Der zweite Preis geht nach Kuba. Die 17-jährige Gabriela Ramos („Is that you?“) war auf der Bühne nahezu sprachlos. Später erzählte sie von ihrer Nervosität, weil sie unsicher gewesen sei, wie das Publikum auf den Film reagieren würde. Dass sie bei ihrer ersten Nominierung auf einem Festival gleich einen Preis mit nach Hause nimmt, dass mache sie „überglücklich“.

Der Kurzfilmpreis wird an den Gewinner nach Kanada geschickt. Er ging an Jeremy Comte und seinen Film
„Fauve“.


Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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