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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Hier können Sie mit Tempo 100 über die Stadt fliegen

07.09.2017

Oldenburg In der bloßen Theorie könnte die Stadt Oldenburg die Fläche des Kleinen Bornhorster Sees komplett mit Fahrgeschäften und Buden des Kramermarkt-Spektakels bestücken. Und das volle zwei Mal – zieht man zumindest die Zahl der Interessenten und deren durchschnittlichen Platzbedarf heran. Für die Praxis aber muss das Gelände hinter der Weser-Ems-Halle genügen – auf den dortigen 90. 000 Quadratmetern ist ja auch so für ausreichend Spaß gesorgt...

Hier finden Sie einen umfangreichen Multimedia-Beitrag zum Kramermarkt 2017

„Wir hatten in diesem Jahr 1050 Bewerbungen für einen Standplatz“, sagt Marktmeister Thomas Wenzel. Das ist beachtlich. Gerade einmal ein Viertel davon wurde für den Kramermarkt erwählt – und das macht immer noch 250 Buden wie Fahrgeschäfte. Bei solchen Zahlen von einer geringeren Quantität zugunsten der Qualität zu sprechen, scheint schon reichlich vermessen. Dennoch: Die vergangenen Jahre sprechen da wohl für sich und das konsequent umgesetzte Konzept. Daher kommt’s eben auch keinesfalls arrogant daher, wenn die Erste Stadträtin Silke Meyn zu Protokoll gibt: „Wir gehören nicht umsonst zu den Top 10 der Volksfeste in Deutschland.“

Schnell-Infos

Dauer: Der Kramermarkt läuft volle zehn Tage – vom 29. September, einem Freitag, bis zum 8. Oktober, Sonntagabend.

Feuerwerk: Gleich drei Mal wird es auf und über dem Kramermarkt-Gelände besonders stimmungsvoll. Erstmals „lichtgewittert“ es am Eröffnungsabend (um 22 Uhr). Am Freitag, 6. Oktober, ist das Feuerwerk Abschluss eines Laternenumzugs. Zum großen Finale des Volksfestes gibt’s dann natürlich am Sonntag noch ein weiteres traditionelles Lichtspiel am Nachthimmel (ab 22 Uhr). Besonderheit in diesem Jahr: Sowohl zum Auftaktfeuerwerk wie auch zum Schluss werden die Fahrgeschäfte und Buden des Kramermarkts vollständig abgedunkelt.

Sechs Neuheiten dürfen Besucher in diesem Jahr erwarten: die Achterbahnen „Alpen Coaster“ und „Feuer und Eis“, das noch junge Rundfahrgeschäft „Mr. Gravity“, das 40 Meter hohe Propeller-Karussell, der Schunkler „Hip Hop Jumper“ und das Laufgeschäft „Alpen Hotel“.

Alte Bekannte, auf die sich regelmäßige Kramermarkt-Besucher nach kurzer Abstinenz mal wieder freuen können, sind die Geisterbahn „Daemonium“ und das wahnwitzige Laufgeschäft „Big Bamboo“. Auch die Riesenschaukel „Konga“ und die Wildwasserbahn „Auf Manitus Spuren“ lösen in diesem Jahr frühere Mitbewerber ab. Ebenfalls dabei ist der Kinderscooter von Adriano Wegener.

26 Großfahrgeschäfte sollen die erwarteten rund 1,5 Millionen Besucher beglücken, außerdem gibt es zwölf reine Kinderfahrgeschäfte. Eine besondere Rolle, mindestens größentechnisch, kommt dabei dem rund 60 Meter hohen Riesenrad zu – das weltweit größte transportable. Der Aufbau dafür läuft bereits seit Anfang September auf dem Kramermarkt-Gelände an den Weser-Ems-Hallen.

Sondertermine: Der Montag, 2. Oktober, ist „Tag des Landvolks“. Am Dienstag werden Vereine und Betriebe hofiert. Zum Mittwochs-Geschehen (4. Oktober) bereichern Brass Bands den Kramermarkt. Der Donnerstag steht ganz im Zeichen der EWE – mit Angeboten für die ganze Familie. Einen stimmungsvollen Laternenumzug gibt es am Freitag, 6. Oktober (Treffpunkt: 18.30 Uhr am Alten Rathaus). Verkaufsoffen ist schließlich der folgende Sonntag, 8. Oktober.

Mehr Infos im Netz unter

nwzonline.de/kramermarkt

Wer den Kramermarkt besucht, sollte nicht nur reichlich „Kirmesgeld“ dabei haben, sondern auch passables Schuhwerk: Denn um jeden einzelnen Stand aufsuchen zu können, müssen immerhin satte eineinhalb Kilometer abgeschritten werden. Und wo wir gerade bei den Zahlen sind: In zehn Volksfest-Tagen werden von allen Beteiligten insgesamt eine halbe Million Kilowattstunden ’geschluckt’. Das entspricht einem durchschnittlichen Verbrauch von 140 Oldenburger Haushalten – pro Jahr.

Fahrgeschäfte ab 14 Uhr geöffnet

Verwundern sollte das aber nicht. Schließlich gibt es eine flächendeckende Musik-Beschallung, Lichtspielereien noch und nöcher und überdies zig Motoren, Herde und andere elektronische Spielereien, die mit Strom gefüttert werden möchten. Da machen auch die großformatigen, grell strahlenden Neuzugänge auf dem Fahrgeschäfte-Sektor keine Ausnahme.

Täglich ab 14 Uhr wird der Schalter umgelegt, sonntags und feiertags öffnet der Kramermarkt eine Stunde früher. Früher als erwartet wird auch das Rundfahrgeschäft „Mr. Gravity“ in Oldenburg Station machen. Eigentlich sollte es erst im kommenden Jahr auf Reisen geschickt werden, wurde aber deutlich eher fertig und erhielt entsprechend alle TÜV-Papiere. Der 20 Meter lange „Arm“ dieses Geschäfts rotiert mit rund 100 km/h und wurde bereits in Hannover erprobt. Jetzt also Kramermarkt.

SPEZIAL: Alles zum Kramermarkt in Oldenburg

Ins Rotieren werden Besucher garantiert auch im „Fighter“ kommen – dieses von den einen liebevoll „Propeller-Karussell“ genannte Fahrgeschäft garantiert in 40 Metern Höhe beste Sicht übers gesamte Gelände, das Riesenrad reicht sogar bis zu 60 Metern.

Schiffsschaukeln, Schleifen, Wasser- und Achterbahnen, Reitbahn, Scooter, Hopser und Schaukler: Der Kramermarkt hält für Jung wie Alt attraktive Angebote bereit. „Das ist uns wichtig“, sagt der Schausteller-Vorsitzende Michael Hempen, „nach der XXL-Variante im vergangenen Jahr haben wir diesmal ein echtes Familienfest“. Das solle sich auch in den Preisen widerspiegeln, sagt Hempen: „Wir wollen die Preise so halten, dass es auch ein Volksfest bleibt – die Leute sollen sich einen Besuch weiterhin leisten können.“ Das Geschäft für die Schausteller würde eher über die Masse gemacht, heißt es da. Apropos: Weil es die Masse ganz augenscheinlich so wollte, soll „Norddeutschland“ ein gewichtiges Thema beim Kramermarkt bleiben – norddeutsche Spezialitäten auf der einen Seite, „Dat Friesenhus“ auf der anderen Seite. „Wie in den Vorjahren werden wieder zahlreiche Livebands spielen und für Stimmung sorgen“, so Marktmeister Wenzel, „bereits jetzt liegen zahlreiche Platzreservierungen vor“.

Betonpoller für mehr Sicherheit

Auch wenn fröhliches Treiben nur ungern mit Sicherheitsfragen verknüpft wird, gibt’s zumindest Antworten. Das Sicherheitskonzept sei wie in jedem Jahr angepasst und mit Behörden wie Rettungsdiensten durchgesprochen worden. Alle Beteiligten sind vor Ort vertreten, so Ralph Wilken, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes. Sprich: Die Polizei hat eine eigene Wache, die Feuerwehr entsendet einen Zug und DRK wie Johanniter bauen sich ebenso eine Dependance im Rücken der Weser-Ems-Halle auf.

Wie schon beim Stadtfest werden auch zum Kramermarkt Betonpoller an markanten Schneisen aufgestellt. Ordnungskräfte jeglicher Art sind „deutlich präsent“, Schausteller wurden überdies (unter anderem am Feuerlöscher) geschult und werden es auch im Betrieb. „Ganz klar: Es gibt keine Gefährdungsszenarien“, so Wilken, „aber natürlich haben wir uns im Vorfeld genügend Gedanken zum Thema gemacht.“

Damit das Volksfest eben ein solches bleibt und wird: ein zehntägiger Spaß für die ganze Familie.

Marc Geschonke
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2107

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