• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

„Hafenlust“ in Oldenburg fällt 2018 erneut ins Wasser

04.01.2018

Oldenburg Die „Hafenlust“ am Stau fällt auch im Sommer 2018 ins Wasser. Schon 2017 war die Hafen-Party gestrichen worden. „Wir sagen Tschüß“ – so heißt es dazu auf Facebook von den Veranstaltern André Theermann und Bodo Massmann. Gepostet wurde das am Dienstagabend. Bei der Stadt Oldenburg sagten sie die Veranstaltung am Mittwochvormittag offiziell ab. Auf Nachfrage der NWZ meinte André Theermann am Mittwoch dazu: „Der Umgang mit uns in dieser Form war der Sache nicht dienlich.“

Näheres wollte er dazu nicht erklären. Bei Facebook lässt sich dazu allerdings noch lesen. „Aufgrund von scheinbar unüberbrückbaren und zurückliegenden Differenzen mit der Stadt Oldenburg und dem dafür verantwortlichen Amt – der Verkehrslenkung Oldenburg, müssen wir diese Entscheidung nun schweren Herzens bekanntgeben.“

Schon 2017 war die „Hafenlust“ ausgefallen. Weiter für die gute Sache im Einsatz war allerdings das Entenrennen des Lionsclubs Oldenburg. Mehrere tausend gelbe Enten waren am 11. Juni am Start und spielten ein Rekordergebnis auch ohne die „Hafenlust“ ein. 26 000 Euro wurden an das Demenznetz und den Kinderhospizdienst ausgeschüttet. Schon damals hieß es, dass es auch 2018 wieder ein Entenrennen geben wird – mit oder ohne „Hafenlust“.

Piratenschiff an der Pier

Die „Hafenlust“ war im Mai 2012 erstmals als maritimes Spektakel am Stau gestartet. In jenen Jahren hatte auch die Kulturetage versucht, ein nicht kommerziell ausgeprägtes Hafenfest an der Promenade zu etablieren. Dazu zählte etwa ein Piratenschiff an der Pier. Doch als Konkurrenz zur „Hafenlust“ winkte Kulturetagenchef Bernt Wach bald ab, zwei Feste am Hafen fand man nicht zielführend. Früher schon einmal hatten die Schausteller versucht, ein Hafenfest an Oldenburgs maritimer Meile zu starten, irgendwann nach mehreren Ausgaben jedoch aufgegeben.

Der Spagat zwischen Kommerz und Kultur an dieser Stelle bringt Herausforderungen mit sich. So hatten die Oberbürgermeister auch die „Hafenlust“ mehrfach als Schirmherren eröffnet. Bei der „Hafenlust“ hatte man noch die Stand-up-Paddler mit im Boot. Und auch an der Promenade versuchte man, nicht nur Essen, Trinken und Kaufen in den Vordergrund zu stellen. Schon 2016 machte kein größerer Segler im Hafen fest, doch es gab Wasserski- Cracks und auch der Yachtclub war im wahrsten Sinne des Wortes mit im Boot. Abends spielte eine U2-Coverband.

Bußgeld steht noch aus

Geblieben ist von 2016 bis heute allerdings auch ein bitterer Nachgeschmack – für beide Seiten. Die Stadt vermisste nach näherer Überprüfung 2016 bei den Veranstaltung gesetzlich vorgeschriebene Ausschilderungen und Sicherheitsvorkehrungen für die Besucher des Fests. Daher sei gegen die Veranstalter ein Bußgeld verhängt worden, das von den Veranstaltern bis heute nicht beglichen worden sei. Das berichtete Stadtsprecher Reinhard Schenke am Mittwochnachmittag auf Nachfrage der NWZ. Veranstalter André Theermann hingegen spricht von „Komplikationen“.

Auf ein Fest am Hafen müssen die Oldenburger allerdings auch 2018 nicht verzichten. Vom 6. bis 8. Juli 2018 ist direkt an der Hafenpromenade das erste „Food and Feel Festival“ geplant. Dabei soll es ums Essen gehen – erwartet werden etwa bis zu 30 000 Besucher. Kreative- und Designangebote sollen das Angebot ergänzen.