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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ausstellung: Als in Kreyenbrück kaum ein Haus stand

09.10.2020

Oldenburg /Ahrenshoop Bevor es die Fotografie gab, waren es Künstler, die auf ihren Gemälden ein Abbild von der Wirklichkeit schufen. Ein Ausflug in die Entwicklung, die die Malerei in den zurückliegenden Jahrhunderten genommen hat, würde an dieser Stelle zu weit führen. Denn oftmals waren es Künstler, die einer politischen Strömung zu ihrer Zeit Ausdruck gaben. Die Dadaisten beispielsweise, die für den Aufbruch in die Moderne standen.

Paul Müller-Kaempff, dem das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte im Prinzenpalais eine Ausstellung widmet, war davon meilenweit entfernt. Seine Landschaften zeigen eine romantisch und künstlerisch verklärte Unberührtheit der Natur. Und dennoch: Er war das 1861 geborene sechste Kind des Großherzoglich-Oldenburgischen Militärarztes Dode Emken Müller (1822–1896) und Marie Christine Wilhelmine Müller, geb. Kaempff. Bis 1882 besuchte er das Alte Gymnasium. Die Entscheidung, sich der Malerei zu widmen, kann daher durchaus als Aufbegehren gewertet werden.

„Im selben Jahr 1889, in dem Fritz Mackensen, Hans am Ende und Otto Modersohn beschlossen, sich in Worpswede niederzulassen, entdeckte er für sich das Fischerdorf Ahrenshoop auf der Ostsee-Halbinsel Fischland-Darß und legte somit den Grundstein für die Gründung der dortigen Künstlerkolonie“, schreibt das Museum in der Ankündigung der Kabinett-Ausstellung. Trotz seiner Liebe zur Ostseelandschaft blieb Müller-Kaempff seiner Oldenburger Heimat stets verbunden. So gehört er zu den Gründungsmitgliedern des Oldenburger Künstlerbundes.

Das Museum zeigt nun Zeichnungen, vor allem die im Oldenburger Land entstandenen Skizzen des Künstlers, gemeinsam mit ausgewählten Gemälden und den Farbstiftzeichnungen, die zu den Höhepunkten der selten gezeigten Arbeiten auf Papier zählen. Müller-Kaempff hatte sich insbesondere 1908 intensiv mit seiner alten Heimat auseinandergesetzt und zeichnete das Oldenburger Schloss sowie Landschaftsstudien in Kreyenbrück, Rastede, Wildeshausen, Jever und auf Wangerooge. Die Zeichnungen aus dem – in diesen Skizzen teilweise noch unberührt wirkenden – Oldenburger Land spiegeln die Faszination des Künstlers für die unberührte Natur.

1937 lud Müller-Kaempff den Direktor des Landesmuseums Oldenburg ein, für die Sammlung des Museums aus „einer sehr großen Zahl landschaftlicher Bleistiftstudien, darunter wohl mit das Beste, was ich als Künstler geleistet habe“, einige Blätter auszuwählen, die das Museum mit dem Tod des Künstlers 1941 in Berlin als Vermächtnis erhielt. Diese Blätter mit vorwiegend sind nun vollständig ausgestellt.  Geöffnet hat das Museum, Damm 1, dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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