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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Lange Nacht mit „Brisselraschelping“ und Schokolade

18.06.2018

Oldenburg Eine laue Nacht, eine milde Luft, gute Musik und eine große (Liege)-Wiese vor dem Kulturzentrum PFL – dann kommen die Oldenburgerinnen und Oldenburger mit oder ohne ihre Gäste in die Peterstraße zur „Langen Nacht der Musik“. Einige hoffen berechtigt, dass sie bei der Klanginstallation von Sebastian Hanusa ein Stück Schokolade bekommen, der alle 45 Minuten seine „Soli am Schokostrom“ spielt. Er schabt, streichelt, reibt und raspelt an einem Schokoblock und die Menschen sollen „dabei zuhören“. Im Inneren des Schokoblocks befindet sich eine Elektronik, die die Schabe- und Raspelgeräusche deutlich hörbar überträgt.

Auf der Rasenfläche vor dem PFL ist unter anderem Karl-Heinz Stockhausen (1928-2007) der Renner. Da geht es um den „Oberlippentanz“ für Piccolo und Trompete, den „Nasenflügeltanz“ für einen Schlagzeuger und einen Synthesizer-Spieler und um die „Kinntanz“-Version für Euphonium, Schlagzeuger und Synthesizer. Paul Hübner, Michael Plattmann und Patricia Martins sind die Solisten. Stockhausen gab es auch in der Turnhalle an der Wallschule. Viele Menschen liegen gemütlich auf der Rasenfläche und hören fasziniert zu, sie wundern sich teilweise, warum Paul Hübner sich immer wieder mit seiner Posaune hinter der Säule versteckt. Andere flanieren vorbei und informieren sich nebenan beim „Globe“ über den Stand der Entwicklungen. „Die Chancen sind groß, dass wir in diesem Monat noch kaufen können“, sagt Andrea Hufeland ganz begeistert.

„Es gibt nur noch Stehplätze auf dem Flur“, heißt es beim Betreten des Forums St. Peter. Der Forum-Saal ist „gerammelt“ voll, als das Trio für Klavier, Violine und Violoncello eine Welturaufführung des Preludio Lirica, der Danza ironica und des Reminiscenzza zum Besten gibt. Großer Beifall – trotz der fremden Klänge – war Christoph Keller, Holger Zindler und Norbert Körner gewiss.

Die ehrwürdige Aula im staatlichen Baumanagement war der Rahmen für verschiedene musikalische Darbietungen. Ganz exotisch ging es teilweise auch in der Garnisonkirche her. „BrizzelRaschelPing – Ohrenkino aus der Geräuscheküche“. Mit Hilfe von Spieluhren, Motoren, Dosen, Oszillatoren und der Elektronik entsteht eben „Brisselraschelping“ – ein Schlaraffenland der Klänge von Marc Pira und Johannes W. Schäfer. Es ist nicht jedermanns Sache.

Im Forschungspavillon an der Wallschule geben Expertinnen und Experten der Hörforschung Einblicke in aktuelle Studien über Schwerhörigkeit. Micha Ludbeck will sich zum Thema „Räumliche Wahrnehmung“ promovieren lassen und forscht über das binaurale (beidseitige) Hören. Christina Fitscher schreibt noch an ihrer Masterarbeit über geräuschempfindliche Menschen.

Es war ein reichhaltiges Programm, viele Hörerlebnisse konnten gesammelt werden. Die Darbietungen dauerten in Regel 20 bis 30 Minuten. Ausreichend Zeit, um zu genießen, aber auch wenig genug, um nicht überfordert zu werden. Viele Aufführungen fanden den Beifall des Publikums. Allen voran die klassischen Klänge.

Andere Töne mochte man vielleicht auch gern hören – aber eben nicht zu lange. „Unbefangenheit sollte ein guter Ratgeber beim Zuhören sein“, so der Veranstalter.

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