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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Oldenburger „Commodore“ im Geisel-Drama

07.03.2018

Oldenburg Wenn es um historische Computer geht, ist das Oldenburger Computermuseum bundesweit eine Adresse. Aktuelles Beispiel: Drei Commodore-Geräte haben in dem vielbeachteten ARD-Zweiteiler „Gladbeck“ einen „Auftritt“ vor der Kamera. Der Film über das Geisel-Drama vor 20 Jahren ist an diesem Mittwoch- und Donnerstagabend zu sehen.

Vor zwei Jahren erhielt Museumsgründer Thiemo Eddiks einen Anruf von der Berliner Produktionsfirma Ziegler Film. „Unsere Sammlung an historischen Geräten gehört zu den größten bundesweit“, erzählt Eddiks nicht ohne Stolz. „Die Assistentin hat sich Fotos von den Geräten schicken lassen und dann gleich Interesse angemeldet.“ Die „Commodore“ der Reihe cbm – Baujahre waren zwischen 1978 und 1981 – gehören zur Ausstaffierung von Polizei- und Redaktionsräumen. „Die Geräte sind in einigen Spielszenen zu sehen“, bestätigte ein Sprecher von Ziegler Film.

„Mir war besonders wichtig, dass die Geräte keinen Schaden nehmen“, erzählt Thiemo Eddiks. Für den Transport zu den Dreharbeiten in Bremen wurden deshalb eigens ein Kurierfahrer angeheuert. Auch eine Versicherung wurde geschlossen, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein.

Die Dreharbeiten waren für August 2016 angesetzt. „Es dauerte aber mehrere Monate, bis die Geräte wieder in Oldenburg eintrafen.“

Eine Premiere war die Ausleihe nicht. Wiederholt seien in den vergangenen Jahren Computer für Dreharbeiten ausgeliehen worden. Eine Vergütung macht die Ausleihe zusätzlich schmackhaft.

Der Verein Oldenburger Computer-Museum, in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, feiert im nächsten Jahr seinen zehnten Geburtstag. Historische Computer der 70er- und 80er-Jahre, Arcade-Automaten und Flipper in großer Zahl – und alle funktionstüchtig – lassen nicht nur Liebhaberherzen höher schlagen. Die Sammlung dokumentiert auch den rasanten Wandel der digitalen Welt innerhalb weniger Jahre.

Die Türen zur Dauerausstellung öffnen sich jeden Dienstag zwischen 18 und 21 Uhr. In Abständen veranstaltet das Museum zusätzlich Spielnachmittage an Flippern und Automaten („OCM-Arcade“) – die nächste Gelegenheit dazu ist an diesem Samstag von 14 bis 19 Uhr (Eintritt sieben Euro).

Das Gladbecker-Geiseldrama im August 1988 gilt als eines der spektakulärsten Verbrechen überhaupt. Fehlverhalten von Polizei und Journalisten hatten ein enormes Echo ausgelöst. Noch heute wird das Verbrechen für Grenzüberschreitungen von Medien angeführt.

Die Flucht von Gladbeck hatte damals über die Autobahn 1 nach Bremen geführt – für die Dreharbeiten waren Teile der Autobahn gesperrt. Die Ausstrahlung des Films durch die ARD hatte sich aber nicht zuletzt nach einer Klage von Hans-Jürgen Rösner, einer der Täter, verzögert. An diesem Mittwoch und Donnerstag, jeweils ab 20.15 Uhr, ist es nun aber soweit.

Eddiks ist selbst gespannt, an welcher Stelle und für wie lange das Millionen-Publikum seine Commodore in den Blick bekommt. „Ich lasse mich überraschen“.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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