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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

So schmeckt Oldenburg

16.05.2015

Oldenburg Eine Prise Kultur, eine Messerspitze Geschichte und ein großer Schuss Kochkunst – aus diesen Zutaten hat Christina Skjefstad eine neue geschmackvolle Tour durch Oldenburgs Innenstadt kreiert. Die 46-Jährige arbeitet für das Franchise-Unternehmen „Eat-the-world“, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Weg zu leckerem Essen und kulturellen Einblicken fernab ausgetretener Touristenpfade aufzuzeigen.

Anwältin sattelt um

Skjefstad, die aus einer Bremer Familie stammt, die Gastronomie-Festzelte vermietet, ist eigentlich Rechtsanwältin. Doch dieser Beruf habe sie nie wirklich ausgefüllt. Sie hat auf der MS „Europa“ als Hostess gearbeitet und einige Zeit in Argentinien, Spanien und Australien gelebt. Seit zwei Jahren ist sie zurück – im Gepäck die Idee, sich mit kulinarischen Stadtführungen selbstständig zu machen.

Zwei Touren hat sie bereits in Bremen entwickelt, jetzt war Oldenburg an der Reihe. Die dreistündige Tour beginnt für die bis zu 16 Teilnehmer starken Gruppen in der Langen Straße. „Eine wichtige Rolle beim Kennenlernen einer Stadt spielt auch, was die Bewohner essen“, weiß Skjefstad. Daher hat sie für ihre Stadttour bewusst „kleine, authentische Lokale“ ausgewählt, die das Leben in Oldenburgs Fußgängerzone prägen. „Ich bin durch die Stadt gelaufen und habe nach inhabergeführten Läden gesucht, die für etwas Besonderes stehen und für eine hohe Qualität bürgen. Ketten nehmen wir nicht ins Programm“, sagt Skjefstad.

Originellste Pizzeria

Fündig geworden ist sie zum Beispiel in der Wallstraße im „New York, New York“ – für Skjefstad Oldenburgs „originellste Pizzeria“. Gäste, die das Restaurant nicht kennen, seien völlig überrascht, wenn sie die Treppe ins Gewölbe hinab steigen, um anschließend unter den Augen von Marlon Brando, Marilyn Monroe und anderen US-Stars, deren Fotos die Wände zieren, zu speisen.

Weiter geht es in die Kurwickstraße zu einem kleinen Thai-Restaurant mit dem lustigen Namen „Ching Chang Chong“, in dem die Tourteilnehmer von einer typischen Gemüsesuppe mit pikanten Kräutern kosten können. Die Küche sei „sehr sehr gut“, schwärmt Skjefstad. Die Inhaberin, die aus Bangkok stammende Köchin Joy Salakjit, sei „entzückend“.

Einen Kontrast erlebt die Gruppe am Schlossplatz im traditionsreichen Café von Bernd Leutbecher, das bereits seit fast 130 Jahren besteht. Hier wird eine schokoladenbraune Spezialität aus Honigkuchenteig, der „Oldenburger Torfsoden“, kredenzt.

In insgesamt sieben Lokalitäten macht die Gruppe Station – überall gibt es kulinarische Kostproben, die laut Skjefstad geeignet seien, eine Mahlzeit zu ersetzen.

Derart gestärkt erfahren die Gäste beim Spaziergang durch die Stadt, dass der „Lappan“ mit 35 Metern Höhe Oldenburgs inoffizielles Wahrzeichen ist und als ehemaliger Glockenturm des Heilig-Geist-Spitals den großen Stadtbrand von 1676 überstanden hat. Der Turm sei damals an das nebenstehende Gebäude angebaut worden, eben „angelappt“ – „daher stammt womöglich sein Name“, erzählt Christina Skjefstad. Fakten über Geschichte und Architektur sowie Anekdoten über die Stadt und ihre Einwohner halten sich kurzweilig die Waage. Warum hat Oldenburg die zufriedensten Bürger Deutschlands? Warum gibt es hier mehr Fahrräder als Einwohner? Antworten darauf gibt es immer freitags und sonnabends, jeweils ab 14 Uhr.

Mit der Resonanz auf ihre kulinarische Stadtführung ist Christina Skjefstad von „Eat-the-world“ bisher sehr zufrieden. Bis zu drei Gruppen werden jeden Freitag und Sonnabend, jeweils ab 14 Uhr, gleichzeitig auf den Weg geschickt. Überraschend: 60 Prozent der Teilnehmer seien Einheimische, die auf diese Weise ihre Stadt neu entdecken.

Die Oldenburg Tourismus Marketing GmbH (OTM), die selber eine kulinarische Stadtführung anbietet, sieht die „Eat-the-world“-Tour nicht als Konkurrenz. „Wir setzen geschulte Gästeführer ein“, nennt OTM-Mitarbeiterin Bettina Koch als Unterschied. Generell sei das Angebot aber eine Bereicherung, die die Attraktivität der Stadt zeige.

An einer Zusammenarbeit sind sowohl Eat-the-world als auch OTM interessiert, betonten Christina Skjefstad und Bettina Koch. 

Mehr Infos unter www.eat-the-world.com/oldenburg


Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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