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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kibum-Macher müssen erstmals Programm nachlegen

11.11.2017

Oldenburg Vier Tage (einschließlich dieses Samstags) noch – dann ist auch die 43. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse wieder Geschichte. Eine schöne überdies, so mag die federführende Regina Peters jetzt schon behaupten.

Der einstige Besucher-Rekord – 35 000 Menschen kamen zur Kibum 2016 mit Schwerpunkt Schweden – dürfte gebrochen werden. Schon jetzt läge man „eine ganze Ecke über 12 000“, sagt Peters mit Blick auf die anmeldepflichtigen Veranstaltungen. Bei der letztjährigen Kibum waren es derer 13 887 insgesamt. „Und wir haben aktuell noch viele Nachmeldungen von Schulklassen bekommen“, heißt es. Doch auch das „Laufpublikum“ stimmt tatsächlich mit den Füßen ab. Sprich: Das Orga-Team muss und will reagieren, passt dazu einige Formate gerade flexibel dem neuen Bedarf an und bietet zusätzliche Veranstaltungen, beispielsweise mit Rouwen Huwald. „Das haben wir so noch nie gehabt“, sagt Peters.

Dass diese Kibum am kommenden Dienstag mit der „Riesenparty für den Tiger“ in der Artothek endet, kann da doch kein Zufall sein. Verdient ist schließlich verdient – oder, Regina Peters? „Die schönste Belohnung bleibt es, hautnah zu erleben, wenn sich Kinder und Jugendliche wirklich fesseln lassen durch Literatur. Sei es beim Schmökern auf der Messe oder in Lesungen im Kontakt mit den Autoren und Illustratoren“, sagt sie, „wenn man erlebt, wie der Funke überspringt und die Kinder bereichert, ist es der gefühlt weltweit beste Job von allen.“ Theater, Lesungen, Ausstellungen, Workshops und und und: Bei solch einem Angebot von rund 270 Veranstaltungsterminen noch den Überblick zu wahren, ist schon eine stramme Leistung.

Erfahren Sie mehr über die Kibum Oldenburg 2017 in unserem Online-Spezial.

Für die eigentliche Zielgruppe – Kinder und Jugendliche (aber auch deren Eltern und Pädagogen jedweder Art) – schien das kein Problem zu sein. Die Veranstaltungen sind gut besucht, der Durchlauf im PFL und umzu vielleicht nicht kopfgenau zählbar, aber doch beeindruckend. Allem voran: Der kurzfristig als Ersatz für die Lesung des schwer erkrankten Uri Orlevs geplante Termin mit dem polnischen Autoren Marcin Szczygielski erwies sich als besonders nachhaltig. Orlev wollte in der Synagoge der Jüdischen Gemeinde aus seinem Buch „Die Bleisoldaten“ lesen, jetzt aber hatte der charismatische Szczygielski in der Cäcilienschule 550 Kinder und Jugendliche um sich versammelt, ihnen einen Film aus dem Warschauer Ghetto gezeigt und über den Holocaust diskutiert.

Viele polnische Autoren und Illustratoren haben sich bereits gen Heimat verabschiedet, andere werden indes noch anreisen. So auch Kinderbuch-Legende Jozef Wilkon. Er kommt für drei Tage nach Oldenburg, wird hier in der BBK-Galerie Kostproben seines Könnens geben, er schuf auch das aktuelle Kibum-Messeplakat. Beim 36. Kinderfilmfestival im Casablanca Kino werden auch an diesem Wochenende wieder einige ausgewählte Filme gezeigt. Am Sonntag um 11.15 Uhr beispielsweise „Kleine Tricks“ (Polen, Andrzej Jakimowski, ab 8 Jahre), aber auch „Hexe Lilli rettet Weihnachten“ täglich um 14.30 und 16.30 Uhr.  Eine umfassende Multimedia-Dokumentation der NWZ zur Kibum – darin Hintergründe, Skandale, historische Fotos, Leseproben und Termine – finden Sie unter


     nwzonline.de/kibum2017 
Marc Geschonke
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2107

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