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Konzerte mit Konstantin Wecker fallen aus
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Aktualisiert vor 3 Minuten.

Auftritte In Oldenburg
Konzerte mit Konstantin Wecker fallen aus

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

CSD-Veranstalter erwarten Rekordbeteiligung

13.06.2018

Oldenburg Papier ist geduldig, heißt es bekanntlich. Dieser Satz lässt sich auch anwenden, wenn man über die Gleichberechtigung von Homosexuellen, Transsexuellen oder anderen Dimensionen sexuellen Identität spricht. Denn rein gesetzlich haben diese Gruppen fast alle Ziele erreicht. Doch dass die Worte, die dort niedergeschrieben sind, auch in den Köpfen wirklich aller Menschen angekommen sind, davon gehen die Organisatoren des Christopher-Street-Day (CSD) Nordwest noch lange nicht aus. „Akzeptanz ist mehr als ein Gesetz“, sagt CSD-Sprecher Kai Bölle.

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Um nach den Erfolgen bei der sogenannten „Ehe für alle“ oder den Änderungen beim Transsexuellengesetz einer viel gestellten Frage entgegenzutreten, haben sich die CSD-Veranstalter daher für die Demo am Samstag, 16. Juni, ab 13 Uhr das Motto „Was wollt ihr denn noch? Akzeptanz!“ gegeben. Verbunden damit war erstmals ein offizieller Aufruf an Gruppen und Vereine außerhalb der LGBT-Szene (Kurzform aus dem Englischen für lesbisch, schwul, bisexuell und Transgender), sich zu beteiligen.

Offenbar war diese Initiative erfolgreich. Denn obwohl das große politische Thema in diesem Jahr fehlt, erwarten die CSD-Veranstalter eine Rekordbeteiligung mit erstmals deutlich mehr als 10.000 Demonstranten. 32 Gruppen, 17 davon mit entsprechenden Fahrzeugen, haben sich angemeldet.

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Die CSD-Macher wollen indes nicht den Eindruck vermitteln, dass mit dem Aufruf Druck auf Gruppierungen aufgebaut werden soll, öffentlich zur eigenen Einstellung Stellung zu nehmen. „Entscheidend ist ohnehin, wie jeder im Alltag mit dem Thema umgeht“, sagt Bölle. Dem pflichtet Achim Beyer vom Vorstand des Vereins CSD Nordwest bei: „Der Christopher Street Day ist ja ohnehin nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt noch 364 weitere Tage im Jahr.“

Video: So schön und bunt war der CSD Nordwest 2017

Und an diesen machen die Vertreter aus der Szene eben die Erfahrung, dass es auch im vergleichsweise toleranten Oldenburg nicht für jeden einfach ist, offen mit beispielsweise der eigenen Homosexualität umzugehen. Immer noch höre man diese Geschichten von Menschen, bei denen Eltern, Kollegen oder Sportkumpel nicht erfahren sollen, dass man eben kein Interesse an einer Mann-Frau-Beziehung hat, berichten die CSD-Aktivisten.

Umso mehr freuen sich die Veranstalter, dass sich ein breites gesellschaftliches Abbild angekündigt hat. Neben zahlreichen Interessengruppen aus der Szene selbst sind mehrere Parteien im Demonstrationszug vertreten. Mit der IGS Flötenteich, der IGS Kreyenbrück und der Graf-Anton-Günther-Schule marschieren gleich drei Schulen (plus Stadtschülerrat) mit. Aus dem Kulturbereich nimmt das Staatstheater teil, die Stadtverwaltung stellt erstmals eine eigene Gruppe und aus der Wirtschaft beteiligen sich BTC und Hatscher. Auch der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Oldenburg ist wie im vergangenen Jahr wieder mit dabei.

Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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