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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Corona In Oldenburg: Kunstverein splittet Konzerte im Alten Landtag

03.06.2020

Oldenburg Das Hellsehen ist eine Branche mit Zukunft, zweifellos. Doch Almut und Wolf Geidel haben Abmachungen mit dem Geschäftszweig für spekulative Weitsicht vorerst storniert. „Wir fahren erst einmal auf Sicht“, sagen die beiden Sprecher des Ausschusses im Oldenburger Kunstverein (OKV), der die 74 Jahre zurückreichende Reihe der Meisterkonzerte plant und organisiert. Sie sind aktuell auf schnelle Reaktion eingestellt: „Bei der ersten kurzfristigen Chance, live im Konzertsaal der kulturellen Verhungerung entgegenzutreten, werden wir zupacken.“

Die Fahrtroute ist abgesteckt. „Die für die Saison 2020/21 geplanten Konzerte um ein Jahr zu verschieben, kommt für uns nicht in Frage“, bekunden die Geidels. Trotzdem dreht sich das Angebot zunächst um sich selbst: „Der OKV setzt die von knapp 120 Abonnenten gebuchte normale Reihe erst einmal aus.“ Doch er baut darauf, dass eine Öffnung in irgendeiner Form möglich wird. „Dann“, so versprechen Almut und Wolf Geidel, „bieten wir die lange geplanten, hochrangigen Auftritte als Extrakonzerte an, mit Vorkaufsrecht für die Abonnenten.“

Ein solcher ambitionierter Plan kommt nicht nur den Hörern entgegen. Er zielt auch direkt auf die Künstlerinnen und Künstler. „Es ist für sie derzeit extrem schwierig, ohne Einnahmen über die Runden zu kommen“, weiß Almut. Man müsse positive Signale an die Kultur in der Stadt und eben die Musiker senden. Große Stars mögen Rücklagen haben, kaum aber die herausragenden jüngeren Ensembles. In den Gesprächen mit den Agenturen zeichnet sich eine Konstruktion ab. „Statt einmal vor knapp 350 Zuhörern zu spielen, wären die Künstler auch bereit, zwei- oder dreimal an einem Tag vor jeweils 70 bis 80 Kunstenthusiasten aufzutreten“, berichtet Wolf.

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Der OKV hat mit seiner Spielstätte sozusagen einen Heimvorteil. Der ehemalige Landtag verfügt über eine variable Bestuhlung. Von vornherein können die Sitze im vorgeschriebenen Abstand auf Lücke aufgestellt werden. Zudem teilen zwei weit reichende Treppenaufgänge den dünneren Besucherstrom noch einmal.

Mit einigem Enthusiasmus hatte der OKV daher noch bis in den Mai hinein den Plan verfolgt, das Live-Erlebnis erstmals am 5. Juni umzusetzen. Auf diesen Tag war der Aufritt des Schumann-Quartetts vom 20. März her verschoben worden. Doch die Politik musizierte nicht mit. „In Nordrhein-Westfalen und Hessen hätten wir an diesem Freitag veranstalten können“, zeigen sich die Geidels enttäuscht. Doch in Niedersachsen zeichnete sich vor dem 7. Juni keine Lockerung ab. Entmutigen lässt sich jedoch niemand bei der OKV-Musiksparte. „Zwei, drei dieser Extrakonzerte“, sagen Almut und Wolf, „das wär’s doch.“

Es könnte gut aussehen, zumindest auf mittlere Sicht. Das Schumann-Quartett hat bekundet: Es hält sozusagen die Bögen schon in den Händen.


Entwicklungen und weitere Infos unter   www.oldenburger-kunstverein.de 
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