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Zwei Eurofighter der Bundeswehr abgestürzt
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Aktualisiert vor 10 Minuten.

In Mecklenburg-Vorpommern
Zwei Eurofighter der Bundeswehr abgestürzt

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Weiter Weg vom Gesetz in die Köpfe

05.06.2019

Oldenburg Ein kurzer Anflug von Panik grassierte kürzlich im Organisationsteam des Christopher-Street-Day (CSD) Nordwest: Der Vermieter der Bühne für die Kundgebung und das Kulturfest am Schloss hatte wenige Wochen vor der Demo plötzlich abgesagt. Glücklicherweise haben die Veranstalter mittlerweile eine gewisse Routine mit Unwägbarkeiten. Schließlich findet der CSD Nordwest am 15. Juni zum 25. Mal statt.

Das diesjährige Motto „Vielfalt statt Einfalt“ habe man mit Blick auf das gesellschaftliche Klima ausgewählt, in dem Minderheiten von Teilen der Gesellschaft wieder vehementer ausgegrenzt werden als noch in den Vorjahren, sagt CSD-Sprecher Kai Bölle. In einer Pressemitteilung schreibt er zum Beispiel, dass es „vom blauen Rand des Parlaments aus ein Streben nach Einheitlichkeit, nach Uniformität, nach Verdrängen und Unsichtbarmachen gibt“. Eben nach Einfalt.

Umso mehr freut es die CSD-Organisatoren, dass es in in ihrer Heimatstadt Oldenburg zumindest um die öffentlich gezeigte Akzeptanz gut bestellt ist. Die Absprache mit Stadt und Polizei laufe mittlerweile problemlos. Die Regenbogenfahne vor dem Rathaus ist bereits gehisst. Und im Abraham gibt es einen CSD-Garten im Rahmen der Aktion Stadtgärten.

Alles gut also? Dann wäre der CSD zumindest als Demonstration gar nicht mehr nötig. Von der Selbstabschaffung sehen sich die Organisatoren aber immer noch ein ganzes Stück entfernt. Politisch ist (fast) alles erreicht worden, zuletzt zum Beispiel die sogenannten „Ehe für alle“. Doch das hinter vorgehaltener Hand oder vom politischen Rand aus mitunter recht laut die Gleichstellung oder sogar die komplette Lebensweise von Lesben, Schwulen und Menschen mit anderer geschlechtlicher Identität infrage gestellt wird, ist den Betroffenen natürlich nicht verborgen geblieben. Was im Gesetz steht, soll auch in die Köpfe. Darum geht es verstärkt bei der Demo.

Zudem soll nicht vergessen, dass noch manche politischen Forderungen offen sind. „Wir sind immer noch von Mehrheiten im Parlament abhängig“, sagt Bölle. Darum ist der Wunsch die Ergänzung des Artikel 3 im Grundgesetz, der vor Benachteiligung schützt, um das Merkmal der sexuellen oder geschlechtlichen Identität.

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Diese Merkmale sollen sich zudem in den niedersächsischen Kerncurricula für die die Schulen wiederfinden, so eine weitere Forderung. Weitere Themen sind eine Reform des Transsexuellengesetzes und die volle Anerkennung von Familien mit gleichgeschlechtlichen Partnern im Familienrecht.

Abseits des Politischen kommt bei CSD natürlich das Beiprogramm nicht zu kurz. Bereits ab 11 Uhr kann man sich an Infoständen am Schloss informieren, bevor um 13 Uhr die Demo startet. Gegen 15 Uhr beginnen Kundgebung und Kulturfest. Ganz neu ist in diesem Jahr ein separater Tanzbereich für Besucher, für die das Feiern im Vordergrund steht. Im Gang hinter der Lambertikirche legen DJ Denny, DJ Ceed und DJ GRT auf.

Auch am Schloss selbst gehört Musik zum Programm, allerdings im Wechsel mit Redebeiträgen. Mit dabei ist Margot Schlönzke. Laut Ankündigung ist sie „Moderatorin, Sängerin, Entertainerin und Polittunte mit Herz und Schnauze, Hirn und Humor“. Ebenfalls auf der Bühne stehen werden „Les Bumms Boys“. Die fünf Jungs aus Rostock haben deutschen Pop-Rock im Gepäck. Die mit rabenschwarzem Humor garnierten Texte gibt es obendrauf. Weiterhin zu Gast ist Leopold. Inspiriert von Acts wie Michael Jackson, Prince und Dua Lipa verbindet er deren Ausstrahlung und Ästhetik mit elektrischen, tanzbaren Klängen. Zudem erwarten die Organisatoren Flinte. Bei der Musik des sympathischen Duos geht es um Freundschaft, Abenteuerlust und das einfache Leben.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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