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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Die Rückkehr des Kollektivs

07.07.2018

Oldenburg Es gibt Dinge, die werden umso schöner, je seltener sie passieren. Die Konzerte des „Oldenburg Kollektiv“ gehören dazu – jedenfalls wenn man Christopher Olesch glaubt. „Wir werden mit jedem Mal besser“, sagt der 21-Jährige, der das Projekt vor zwei Jahren ins Leben gerufen hat. „Vor allem, weil sich alle von uns weiterentwickelt haben.“ Davon kann man sich am Sonntag, 29. Juli, im Theater Laboratorium überzeugen. Ab 19 Uhr findet dort das erst zweite Konzert der talentierten Jazzmusiker statt.

Olesch, der selbst im Kollektiv Vibrafon spielt und mit 21 Jahren der älteste der Musiker ist, hatte die Oldenburger „Supergroup“ aus mehr als einem Dutzend junger Oldenburger ins Leben gerufen. Jetzt sei es an der Zeit für ein zweites Konzert, findet er. „Nur mit Freunden auf der Bühne zu stehen macht einfach unheimlich viel Spaß.“ Und das kann man hören. „Beim ersten Konzert hatten wir eine unglaublich intime Stimmung“, sagt Olesch – die allerdings nicht zulasten der Qualität ging.

Für das zweite Konzert hat der Musikstudent großen Aufwand betrieben, denn viele der Musiker leben nicht mehr in Oldenburg. Einige haben Abitur gemacht, andere studieren bereits – in Berlin, Maastricht, Mannheim oder Dresden. Olesch selbst studiert in Bremen.  Aber wie probt man, wenn die meisten Musiker nicht mehr vor Ort sind? „Wir treffen uns eine Woche vor dem Konzert – und dann spielen wir 24/7“, sagt Olesch. „Fast wie auf einer Bandfahrt.“ Das Konzert wird so zum musikalischen Klassentreffen.

Dass am selben Tag das Finale der Kultursommer-Konzerte auf dem Schlossplatz steigt, bereitet Olesch keine Bauchschmerzen. „Ich denke, dass unser Konzert trotzdem gut besucht sein wird.“ Als Konkurrenz sieht sich das Kollektiv ohnehin nicht, eher als Ergänzung zum Kultursommer. Denn während auf dem Schlossplatz Indie-Pop zu hören sein wird, schlägt das Oldenburg Kollektiv in eine andere Kerbe. Ihre Musik vergleicht Olesch gern mit der der Jazzrockgrößen von „Snarky Puppy“, deren Bandleader Michael League mit seinem Projekt „Bokanté“ am 23. Juli auf der Kultursommerbühne steht. „Wir spielen alles, was man so in der Welt einfängt“, sagt Olesch.

Die meisten Stücke sind Eigenkompositionen, die in wechselnden Besetzungen gespielt werden. Anders als 2016 werden aber mehr Musiker auf der Bühne stehen. Waren es damals noch 14, sind es Ende Juli 18, die sich in unterschiedlichen Formationen einen Namen gemacht haben. Die Bühne im Theater Laboratorium teilen sich dann Lina Ziegler, Carlotta Hein, Kim Huynh (alle Gesang), Katharina Pfeifer (Altsaxophon/Tenorsaxophon), Semjon Janauschek (Basssaxophon), Justus Strohmann (Trompete), Alexander Kuck (Posaune), Sebastian Pfeifer, Jakob Pätzold (beide Piano), Johannes Claassen, Christopher Olesch (beide Mallets), Bjarne Sitzmann, Mathis Becker, Finn Fredeweß (alle Gitarre), Jonathan Seidel, Mitja Lagemann (beide Bass) sowie Jente Tabeling und Max Damke (Schlagzeug und Percussion).

Sollte vom Eintrittsgeld am Ende etwas übrig bleiben – die Musiker spielen ohne Gage – dann würde Christopher Olesch gern etwas für Kulturförderung in Oldenburg spenden. „Wir würden gern etwas zurückgeben“, sagt er. Und vielleicht wächst das Kollektiv so noch weiter – denn in zwei Jahren soll es wieder ein musikalisches Klassentreffen geben. „Schließlich wird’s mit jedem Mal besser“, sagt Christopher Olesch.


  Tickets unter:     www.t-ol.de 
Robert Otto-Moog
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2111

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