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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Wo die Welt aus bunten Steinen besteht

07.05.2018

Oldenburg Handeln und Feilschen, Fragen nach Sonderteilen, dazu das Klappern und Rascheln von losen Kleinteilen in Kisten, die von suchenden Händen wieder und wieder durchforstet wurden – auf der ersten Lego Börse Oldenburgs am Sonntag in der Urbar des BTB herrschte ein geschäftiges Treiben.

Egal ob Einzelteile, Figuren mit oder ohne Zubehör, fertig gebaute Modelle oder gar noch originalverpackte Ware: Insgesamt zehn Händler hatten ihre Stände aufgebaut und boten allen Freunden des steckbaren Spielzeugs reichlich Gelegenheit, sich mit Neuem einzudecken. Organisiert wurde die Lego Börse vom Verein „Bricks am Meer“, dessen Mitglieder ihre Begeisterung für Lego und das Zusammenbauen von Legosteinen sonst an Stammtischen und in Ausstellungen mit anderen teilen.

Mit dabei war auch der Förderverein „Steinstark trifft Löwenherz“, der eine Spendenaktion für das Kinderhospiz in Syke mit dem Nachbau desselben als Lego-Modell verbunden hat.

Teuer, aber beliebt

Lego ist einer der größten Spielzeughersteller der Welt. Legosteine – zumindest in der heutzutage bekannten Form von steckbaren, mit Noppen versehenen Elementen – feiern in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Das Patent dafür ist bereits seit Jahren ausgelaufen, diverse Anbieter stellen kompatible Teile her.

„Das originale Lego ist aber immer noch am meisten gefragt“, erläuterte eine Händlerin. „Die nachgemachten Teile sind oft günstiger, aber unter echten Fans ziemlich verpönt.“ In den Auslagen vor Ort fanden sich dann auch nur vereinzelt Teile ohne das originale Lego-Zeichen. Doch egal woher sie kommen, für manche Sets sind stolze Summen zu berappen. Vor allem lizenzierte Lego-Sets zu bekannten Themen wie Star Wars, Harry Potter oder Herr der Ringe kosten heute gerne ein Vielfaches des originalen Preises.

Gegen Mittag füllten sich die Räume zusehends. Lego-Fans aller Altersgruppen drängten sich an die Stände, um das eine noch fehlende Teil – oder derer gleich mehrere Tüten voll – zu erstehen.

Lukas (9) und Robert (10) waren mit abgezähltem Taschengeld vor allem auf der Suche nach Figuren. „Wir bauen unsere eigene Heldengruppe, die gegen meinen Bruder antreten muss“, sagte Lukas, „ich will jetzt einen Ninja oder Ritter haben. Eine Burg haben wir schon.“

Leonard (23) kam mit seiner Freundin vorbei, um sich inspirieren zu lassen. „Ich habe in meinen Regalen drei Landschaften zwischen Büchern und anderem Kram aufgebaut“, sagte er. „Ab und zu bastele ich da etwas Neues hinein, einfach weil ich das toll finde und mich das an früher erinnert.“

Anschauen, mitnehmen

Günther Rathjen (74) war alleine unterwegs, aber mit einer Mission: „Meine Enkelin baut gerne Lego, da suche ich jetzt was für sie. Am besten ein Haus und mit Pferden dazu, wenn es sowas gibt.“

Zum Kaufen auf einer Börse gehört natürlich auch freundliches Feilschen. „Wie viel für das hier?“ „Fünf.“ „Vier?“ „Vier Fünfzig.“ Mehr an Dialog brauchte es nicht, damit ein Feuerwehrmann einen neuen, glücklichen Besitzer fand.

Wie kommt es eigentlich, dass in Zeiten von bequemem Onlineversand eine Lego Börse so viele Leute anlockt? Benjamin, einer der Händler, wusste die Antwort. „Man kann die Sachen hier richtig angucken und anfassen und weiß, wie gut die erhalten sind. Online ist das ein Risiko. Gerade bei Kiloware ist eigentlich immer Schrott dabei.“ Er selbst betreibt den Handel mit Legoteilen als Hobby. „Ich verkaufe hier nur Teile, die ich selber nicht brauche.“

Harry Schunk, Veranstalter der Börse, erklärte das Besucherinteresse ähnlich. „Das Angucken führt in der Regel dazu, dass man auch ein paar Steine kaufen will.“ Er hoffte dann auch vor Beginn auf eine große Zahl von Besuchern: „Wir haben hier eine tolle Zusammenarbeit mit der Urbar, aber kostenlos sind die Räume natürlich trotzdem nicht. Wenn wir heute 300 Besucher schaffen, dann trägt sich diese Börse schon.“ Grund zur Sorge gab es aber wenig: Schon kurz nach Mittag war die Hälfte der angepeilten Zahl bereits geschafft. Lego begeistert eben, früher wie heute.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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