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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Film „elternschule“ In Der Kritik: Erziehungs-Doku im Casablanca Oldenburg polarisiert

20.10.2018

Oldenburg Seit seiner Premiere vor einer Woche sorgt der Dokumentarfilm „Elternschule“ für Diskussionen und teils heftige Kritik – am kommenden Montag läuft der Film erstmals auch in Oldenburg. Das Casablanca zeigt „Elternschule“ ab 19 Uhr.

„Wir haben im Vorfeld viele E-Mails bekommen“, sagt Doris Janßen vom Casablanca-Kino. „Teils mit der Forderung, dass wir den Film nicht zeigen sollen.“ In Absprache mit anderen Kinos habe man sich dazu entschlossen, die Dokumentation trotzdem zu zeigen – allerdings mit anschließender Diskussion.

Die umstrittene Dokumentation handelt von einer Kinderklinik in Gelsenkirchen, in der stark verhaltensauffällige Kinder und ihre Eltern therapiert werden. In die Klinik kommen gestresste und erschöpfte Familien mit konkreten Problemen: Kinder, die kaum essen, Kinder, die nicht schlafen, Mütter und Väter, die keine Energie mehr haben. Eltern und Kinder durchlaufen hier ein mehrwöchiges Programm: Schlaftraining, Esstraining, Verhaltenstraining, Psychotherapie, Erziehungscoaching.

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Für die heftige Kritik vor allem in sozialen Medien sorgen die teils autoritären Methoden, die das Klinikpersonal rund um den Psychologen Dietmar Langer, der das Programm entwickelt hat, anwendet. Das Medienecho fiel hingegen größtenteils positiv aus.

Für Janßen kam der Wirbel um den Film überraschend, für den Verleiher „Zorro“ auch. Er sah sich genötigt im Internet ausführlich auf die Kritik zu antworten. Langer selbst wird am Montagabend zu Gast sein. Eine Podiumsdiskussion ist nicht geplant, das ist bei Filmvorführungen allerdings generell nicht üblich, sagt Janßen.

Langer soll im Anschluss an den Film mit Zuschauern diskutieren. Eine von ihnen wird Elena Schwarzer sein. Die Erzieherin und Familienbegleiterin aus Oldenburg hofft, dass ihre Kritik und die vieler anderer Fachleute gehört wird. „Viele Behauptungen in dem Film sind einfach falsch“, sagt sie. Allerdings habe sie bereits aus anderen Städten gehört, dass bei den Diskussionen Kritik abgetan werde. „Man stellt uns als hysterische Mütter dar, aber unsere Kritik ist fundiert“, sagt sie. Verbieten lassen wolle sie den Film nicht: „Zensur kann nicht das Ziel sein.“

Doris Janßen hofft auf eine sachliche und faire Diskussion. „Das wird sicherlich spannen – da sind jede Menge Emotionen drin.“ Zumindest solle der Film auch künftig nicht unkommentiert laufen. Weitere Vorstellungen sind vorerst nicht geplant.

Robert Otto-Moog Redakteur / Redaktion Oldenburg
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