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Neues Forschungsinstitut: Millionen für Oldenburg
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Aktualisiert vor 18 Minuten.

Bundesförderung
Neues Forschungsinstitut: Millionen für Oldenburg

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Oberschüler planen den Erinnerungsgang

07.11.2019

Oldenburg Schüler und Lehrkräfte der Oberschule Ofenerdiek zeigen von diesem Donnerstag bis zum Samstag nächster Woche (7. bis 16. November) die Ausstellung „Der Faden der Erinnerung“ in der Landesbibliothek. Anlass ist der 81. Jahrestag der sogenannten Reichspogromnacht. Eröffnet wird die Ausstellung, die gemeinsam von Oberschule, Arbeitskreis Erinnerungsgang und Landesbibliothek veranstaltet wird, um 16.30 Uhr im Foyer.

Als Grundlage diente den Schülern die Geschichte der Familie Simon aus Cloppenburg, deren Töchter Schülerinnen der jüdischen Schule in Oldenburg waren. Der 10. November 1938 veränderte ihr Leben dramatisch.

Schwere Verbrechen gegen jüdische Bevölkerung

Am 9. November 1938 wurden in ganz Deutschland – auch in Oldenburg – schwere Verbrechen gegen die jüdische Bevölkerung begangen. Viele Synagogen wurden geschändet und in Brand gesetzt. Am 10. November wurden jüdische Männer unter den Augen der Oldenburger Bevölkerung von der Polizeikaserne am Pferdemarkt (heutige Landesbibliothek) zum Gerichtsgefängnis getrieben, um in das KZ Sachsenhausen gebracht zu werden. Beim Erinnerungsgang wird dieser Weg im Gedenken an die Opfer des NS-Terrors schweigend nachgegangen.

Das Programm der folgenden Tage im Einzelnen:
 An diesem Freitag, 8. November, wird ab 18 Uhr der deutsch-tschechische Film „Die vorletzte Freiheit“ (2018, 65 Min.) in Anwesenheit von Regisseur Stefan, auch im Cine k gezeigt – in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (www.cine-k.de).
 An diesem Samstag, 9. November, beginnt um 17.30 Uhr in der Garnisonkirche ein ökumenischer Gottesdienst – mit anschließender Begegnung mit der Jüdischen Gemeinde im Staatstheater. Rabbinerin Alina Treiger wird dort zu Beginn der Veranstaltung mit der Hawdalah-Zeremonie den Schabbat beenden. Der Erinnerungsgang selbst findet an diesem Sonntag, 10. November, ab 15 Uhr statt – ab dem Innenhof der Landesbibliothek. Zuvor wird bereits eingeladen zu einem Gottesdienst unter dem Titel „Niemand ist vergessen!“ Diese Andacht zum Erinnerungsgang beginnt um 14 Uhr in der Garnisonkirche und wird gestaltet von den Oberschülern aus Ofenerdiek.
 Am Sonntag, 17. November, wird ab 16 Uhr in St. Stephanus in Bloherfelde der Film „Mut zum Leben – Die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz“ gezeigt. Anschließend findet ein Gespräch mit der Autorin und Filmemacherin Christa Spannbauer (Berlin) statt, die für diesen Film vier Shoah-Überlebende für einige Jahre begleitete. Esther Bejarano (Sängerin), Jehuda Bacon (Maler), Éva Pusztai-Fahidi (Autorin) und Greta Klingsberg (Sängerin) erfuhren die Unmenschlichkeit am eigenen Leibe und wurden zu Lehrern der Menschlichkeit. Sie haben Auschwitz überlebt und machen heute Mut zum Leben. „Der Film porträtiert vier außergewöhnliche Men-schen von beeindruckendem Lebensmut, unzerstörter Hoffnung und tiefer Mitmenschlichkeit“, heißt es in der Ankündigung. Die Autorin Éva Pusztai-Fahidi (93) aus Budapest sagt: „In uns, die wir aus Auschwitz zurückgekommen sind, ist die Lebenskraft sehr tief. Wir wissen, wie teuer das Leben ist.“ Und der Maler Jehuda Bacon (89) aus Jerusalem sagt: „Wer in der Hölle war, weiß, dass es zum Guten keine Alternative gibt.“
 Außerdem sind bis zum 15. November in der Lambertikirche die Ausstellung „Verfolgen und Aufklären – Die erste Generation der Holocaustforschung“ und bis zum 24. November in der Kirche St. Stephanus an der Windthorststraße 38 der Holocaust-Zyklus von Tisa von Schulenburg unter dem Titel „Ich kann nicht schweigen“ zu sehen mit Rohrfederzeichnungen der Schwester des Widerstandskämpfers Fritz-Dietlof von der Schulenburg.
 Unter dem Titel „Flamme sein! – Hans Scholl“ hält Robert M. Zoske an diesem Donnerstag, 7. November, ab 19 Uhr in St. Lamberti einen Vortrag über die Frage, wie Hans Scholl mit 23 Jahren dazu kam, sein Leben im Kampf gegen Hitler zu riskieren.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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