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46 Millionen Euro für „Seute Deern“
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Aktualisiert vor 19 Minuten.

Bremerhavener Wahrzeichen
46 Millionen Euro für „Seute Deern“

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Was steckt hinter dem Namen Abraham?

23.01.2018

Oldenburg Bis 1942 trug die Gasse in der Innenstadt den Namen „Abraham“, dann „Winkelgang“ und seit 2001 steht auf dem Straßenschild wieder „Abraham“.

Hinter dem Namenswechsel steckt ein Stück deutsche Geschichte. Darüber müsste eine Infotafel aufklären, dachte sich Schüler Marcel Marx im vergangenen Jahr. Zusammen mit Werkstattfilm-Mitarbeiter Jendrik Punke setzte sich der 15-Jährige dafür ein, auf die Geschichte der Gasse hinzuweisen. Mit Erfolg: Auf die Anregung hin hat das Kulturbüro der Stadt Oldenburg im Auftrag des Kulturausschusses an der Ecke Abraham/Gaststraße eine Tafel anbringen lassen.

Langer Prozess

Die Infotafel weist darauf hin, dass der Straßenname Abraham auf einen 1626 erstmals erwähnten Oldenburger zurückzuführen ist. „1938 gab es ein Gesetz zur Umbenennung von Straßen mit jüdischen Namen“, so Punke. Und obwohl sich nicht belegen ließ, dass Abraham jüdischen Glaubens war, wurde die Straße 1942 in Winkelgang umbenannt. Ende der 1990er Jahre gab es eine Initiative mit einer Unterschriftensammlung zur erneuten Umbenennung zum ursprünglichen Namen. Laut Punke sei das ein langer Prozess gewesen. Die Rückbenennung hat der Stadtrat in einer Sitzung im September 2000 einstimmig beschlossen. Seit 2001 heißt die Gasse in der Innenstadt wieder „Abraham“.

Interesse geweckt

Vor der Aktion hat sich der Schüler nicht besonders für Geschichte interessiert. Erst eine Stadtführung zum Thema „Jüdisches Leben in Oldenburg“, die von Punke geleitet wurde, weckte sein Interesse. Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Nationalsozialismus nahm sein ganzer Jahrgang an den Führungen teil. Kurzerhand meldete sich Marx beim Verein für regionale Film- und Medienarbeit, Werkstattfilm. Im Gespräch kam die Idee, eine Infotafel aufzuhängen. „Dann haben wir mal nachgehakt, warum es diese Tafel noch nicht gibt“, sagt der Werkstattfilm-Mitarbeiter.

Viele E-Mails wurden geschrieben, die verschiedenen Fraktionen kontaktiert und Gespräche vorbereitet. Schnell war der Schüler fast jede Woche bei Werkstattfilm, um den neuesten Stand zu besprechen, erinnert sich Marx. „Das war aufregend.“

Projekt geht weiter

Und dann ging alles ganz schnell. Laut Punke betrieb die Kulturverwaltung zunächst eigene Recherchen, dann entschied der Kulturausschuss, die Infotafel anbringen zu lassen. Seit Ende des Jahres hängt die 60 mal 80 Zentimeter große Tafel unter dem Straßenschild „Abraham“ seitlich am Gebäude der Gaststraße 28.

Doch abgeschlossen ist das Projekt noch nicht. Am 15. Februar lädt Werkstattfilm gemeinsam mit Marx zu einer Informationsveranstaltung ein. „An dem Abend versuchen wir die Geschichte nachzuzeichnen“, sagt der Werkstattfilm Mitarbeiter. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in den Räumen des Kinoladens, Wallstraße 24. Der Eintritt ist frei.

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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