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20.09.2016

Oldenburg Die Zeit für Höhenflüge ist gekommen: Seit Montagfrüh verwandelt sich das Gelände um die Weser-Ems-Hallen in ein Vergnügungsmekka. Anderthalb Millionen Pilger werden ab Freitag, 30. September, zum 409. Kramermarkt erwartet. An diesem Mittwoch steuern die letzten Großfahrgeschäfte Oldenburg an.

Bonbon-Regen und Feuerwerk-Marathon

Der Festumzug zieht am Sonnabend, 1. Oktober, ab 13.45 Uhr, vom Staatstheater aus, mit rund 110 Festwagen und dem „Grafen“ zu Pferd Richtung Marktgelände – aus Platzgründen via Neue Donnerschweer Straße. Vereine, Musikkapellen, Akrobaten, Sportler und die NWZ  lassen von ihren Wagen Süßigkeiten regnen.

Drei Feuerwerke sorgen für helle Freude: Das Lichterspektakel zur Eröffnung am Freitag, 30. September, 22 Uhr, Kranichs Feuerzauber am Freitag, 7. Oktober, im Anschluss an den Laternenumzug um 20 Uhr und das traditionelle Abschluss-Spektakel am Sonntag, 9. Oktober, ab 22 Uhr.

„Das ist der spannendste Moment. Es gibt keine Lücken mehr“, sagt Helmut Mohndorf. Der 2. Sprecher des Oldenburger Schaustellerverbands ist zwar Hals über Kopf in seine Heimatstadt verliebt, sorgt aber vorher noch beim Rodenkircher Markt und nach der zehntägigen Sause in der Huntestadt beim Gallimarkt mit seinen Fahrgeschäften für Pulsschlag bei Besuchern. Das ganze Jahr über viel zu tun hat auch die Stadtverwaltung: „Ende November schließt das Bewerbungsverfahren. Dann müssen alle Schausteller gebucht sein“, sagt Ralph Wilken vom Bürger- und Ordnungsamt. Seit das Feuerwerk vom letzten Kramermarkt erloschen ist, feilt man am diesjährigen Konzept. „Eine Manöverkritik hat ergeben, dass nach 23 Uhr nichts mehr los ist“, sagt Marktmeister Thomas Wenzel – an Werktagen ist auf dem Außengelände nun eine Stunde früher Zapfenstreich, weitergefeiert werden kann wie immer in den Weser-Ems-Hallen.

Dafür wurde an anderer Stelle aufgestockt: Das Motto für 2016 lautet XXL. Für Schmalspurschausteller ist auf dem Oldenburger Kramermarkt kein Platz. Eng könnte es unter Umständen auch beim Parken werden: in der Nähe des Geländes bieten sich seit 2014 immer weniger Gelegenheiten, Autos abzustellen. Ersatz wurde mithilfe der Firma Agravis an der Ecke Maastrichter Straße/Wehdestraße gefunden. „Ein organisatorischer Kraftakt“, schnauft Lars Gewald. Der Fachdienstleiter Sicherheit empfiehlt bei 3000 gebührenpflichtigen Parkmöglichkeiten „auch mal auf’s Rad umzusteigen“ oder den Bus zu nehmen. Sein Lieblingsthema ist das nicht.

NWZtv zeigt ein Video zum bevorstehenden Kramermarkt:

Antworten auf die Frage nach Sicherheitskonzepten überlässt er dem Kollegen Wilken. „Wir haben Erfahrungen der Vorjahre und die aktuelle Lage in die Planung miteinbezogen“, sagt der Bürger- und Ordnungsamt-Sprecher, das werde alles derzeit von der Polizei ausgearbeitet – „trotz allem soll der Kramermarkt ein Volksfest bleiben. Ohne Zäune und Einlasskontrollen.“

Zur Not sind aber Polizei und Feuerwehr in der Großen EWE-Arena erreichbar. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kann im Bereich des Foyers angetroffen werden. Sanitäter der Johanniter, leisten im Eingangsbereich „Unterm Berg“ erste Hilfe.

Damit sie nicht im Dauereinsatz sind, hat die Stadtverwaltung ein paar Benimm-Regeln aufgestellt: Flaschen und Gläser sollen wegen möglicher Scherben zuhause bleiben, gleiches gilt für Hunde und Waffen. Mitgebrachte Pausenbrote sind ungern gesehen – hungern muss beim kulinarischen Angebot garantiert keiner. Radfahren auf dem Gelände ist ebenso verboten, wie nahezu unmöglich. Die Blase darf in den über 20 Toilettenanlagen entleert werden. „Das kostet 50 Cent. Wer beim Wildpinkeln erwischt wird zahlt gut 70 Euro“, warnt Ralph Wilken. Wer sein Geld lieber in Lose, Karussellfahrten und Zuckerwatte investiert, sollte sich also nicht bei den Zivilstreifen verdächtig machen.

Dass alles Gute von oben kommt, beweist der himmlische Kamelle-Regen beim Festumzug am ersten Kramermarktsonnabend, verkaterte Naschkatzen können anschließend gleich weiterschlemmen. So vergehen zehn Tage wie im Höhenflug.

Gut zu wissen:


 Vom 30. September bis 9. Oktober können Besucher aus der ganzen Region den 409. Kramermarkt auf dem Weser-Ems-Hallen-Gelände genießen.
Mit 90.000 Quadratmetern Fläche, 270 Geschäften und 1,5 Millionen erwarteten Besuchern, gehört der Kramermarkt zu den größten deutschen Volksfesten.


 Günstige Gelegenheiten gibt es am Donnerstag, 6. Oktober: Zum EWE-Tag locken ermäßigte Preise mit 20 Prozent Rabatt Familien zum Marktbummel.
Im Kalender markieren sollten sich Besucher außerdem: Montag, 3. Oktober, als Tag des Landvolks, Dienstag, 4. Oktober, dem Tag der Vereine und Betriebe, Freitag, 7. Oktober, mit Laternenumzug, Treffpunkt ist ab 18.30 Uhr der Rathausmarkt und Sonntag, 9. Oktober, wo ein Verkaufsoffener Sonntag den Ausnahmezustand komplett macht.


Überblick im bunten Treiben geben Hinweistafeln mit den kürzesten Wegen zu Polizei, Marktverwaltung und Rettungsdiensten.


Offen für alle ist am Freitag, 30. September von 14 bis 1 Uhr; Sonnabend, 1. Oktober, ab 16 bis 1 Uhr; am Sonntag, 2. Oktober zwischen 13 und 1 Uhr; Montag, 3. Oktober, von 13 bis 23 Uhr; Dienstag bis Donnerstag, 6. Oktober, zwischen 14 und 23 Uhr; Freitag, 7. Oktober von 14 bis 1 Uhr; Sonnabend, 8. Oktober zwischen 14 und 1 Uhr und am Abschlusssonntag, 9. Oktober von 13 bis 23.30 Uhr.


 Parkmöglichkeiten gibt es an der Ecke Maastrichter Straße/Wehdestraße gebührenpflichtig und werden von der Firma Agravis zur Verfügung gestellt. Insgesamt 3000 Stellflächen gibt es für Besucher, die mit dem Auto anreisen. Die VWG bietet einen Shuttleservice zur Bushaltestelle „Unterm Berg“ und zurück an. Das Parkticket ist automatisch Fahrschein.
Komplett umsteigen

können Kramermarktgäste auf den Bus: Die VWG steuert auf allen Linien im 25-Minuten-Takt bis etwa 24 Uhr das Festgelände an. Zusätzlich zu den Linien 314 und 323 werden 306 und 310 ab 13 Uhr bis zur Haltestelle Weser-Ems-Halle verlängert. Zusätzliche Busse sind im gesamten Netz im Einsatz.
In den Wochenendnächten und in der Nacht auf den 3. Oktober fährt die Linie 310 (Richtung Wehnen) zusätzlich um 0:43 Uhr ab ZOB; die 323 (Richtung Wahnbek) um 0:48 Uhr ab ZOB; die 314 (Richtung Wardenburg) um 0:30 Uhr und 01:30 Uhr ab ZOB. Die Nachtexpress-Linien N36, N37, N38, N39, N40 fahren täglich um 0:30 Uhr ab der Haltestelle Lappan in alle Richtungen; an Wochenendnächten und am 3. Oktober zwischen 0:30 und 2:30 Uhr im 30-Minuten-Takt (auch N41).

www.vwg.de


Mehr unter   www.oldenburg.de/kramermarkt 
Lea Bernsmann
Redakteurin
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2106

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