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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

5000 Partyratten erleben ihr buntes Wunder

07.08.2017

Oldenburg In der Mitte der drei Utkiek-Hügel bebt die Erde zu House und Electro. Nebel und Dunst nehmen einem kurzzeitig die Sicht und offenbaren schließlich Farbexplosionen. Stündlich. Als hätte sich der Stadtteilpark in einen Vulkan verwandelt.

Ursprünglich stammt das Fest der Farben aus Indien und wird dort nach hinduistischer Überlieferung im Frühjahr gefeiert. In Oldenburg fand das Holi-Festival am vergangenen Samstag zum sechsten Mal statt, es ist das größte Holi-Festival in Norddeutschland.

„Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt Veranstaltungsleiter Maik Böse am Samstagabend erleichtert. Er meint damit den Regen, der zur Mittagszeit viele der Festivalbesucher auf ihrem Weg zum Utkiek überraschte und dafür hätte sorgen können, dass statt des Holis unfreiwillig ein Wet-T-Shirt-Contest gefeiert worden wäre. Doch der Wetterdienst hatte grünes Licht für Samstag gegeben und sollte Recht behalten. Nach dem Regen war das Wetter den Gästen im wahrsten Sinne wohlgesonnen.

Der erste Farbwurf fand um 15.30 Uhr statt, auch wenn zu diesem Zeitpunkt schon viele ihrem Shirt und sich selbst einen neuen Anstrich verpasst hatten. Dabei erwies es sich als gar nicht so einfach, Farbe zu bekennen, ohne selbige einzuatmen. Das Pulver hüllte die Feiernden zunächst in eine Nebelwolke und offenbarte dann Akzente in petrol, lila, gelb, grün, orange, magenta. Das Farbfeuerwerk ist sicherlich das Alleinstellungsmerkmal der Veranstaltung. Für viele jüngere Besucher bot sich außerdem die Gelegenheit, zum ersten Mal ein Festival zu besuchen. Schülern und Schülerinnen wie Nelli, Sünje und Charlotte kam da der Eintritt ab 16 Jahren sehr gelegen.

Die knapp 5000 Besucher kamen aus Oldenburg und aus benachbarten Orten – auch die Menschen auf der Bühne: Den Auftakt machte das DJ-Duo „Huntebeat“ aus Huntlosen. Danach legte Sebastian Willms aus Varel für das Partyvolk auf. Ihnen folgte das Oldenburger Duo „Jones & Brock“, die beiden DJs wurden von der 16-jährigen Anica Russo auf der Bühne gesanglich begleitet. Die Sing-Songwriterin kennt manch’ Oldenburger bereits von Stadtfesten oder dem Kultursommer. Weil „DJ Jan Leyk“ im Stau stand, fingen die Oldenburger „House Destroyer“ (Jan Meiners und Nils Janssen) einfach vor ihm mit dem Auflegen an. Das Finale des Abends beschlossen „Newcold“ aus Oldenburg.

Es war ein buntes, friedliches Bild, das die Zaungäste beobachten konnten: Bunte Menschen, Glitzerregen, ein Einhorn, das in der Menge kreist. Zum zweiten Farbwurf wurden die Sanitäter und Feuerwehrkräfte auf die Bühne gebeten und mit Applaus gewürdigt. Und weil Mareike am Samstag Geburtstag hatte und dennoch mit ihrer Arbeit zum Erfolg des Festivaltages beitrug, stimmte das Utkiek-Kollektiv ein Geburtstagsständchen für sie an. Oldenburg, du hast es schön bunt getrieben – nicht zu bunt.


Einen Film vom Holi-Festival sehen Sie unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

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