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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Internationale Keramiktage: Auf der Suche nach dem guten Ton

02.08.2018

Oldenburg Das kommende Wochenende steht wieder ganz im Zeichen der Kunst am irdenen Werkstoff. Die Internationalen Keramiktage werden voraussichtlich wieder bis zu 60 000 Besucher in erster Linie zum Keramikmarkt am Samstag und Sonntag, 4. und 5. August, auf den Schloßplatz locken. Vor allem nach kunstvollen Tassen, Tellern, Müslischalen und anderen Gebrauchskeramiken steht vielen der Sinn. Auch der besondere Blickfang für Kaminsims, Fensterbank oder Garten lässt sich hier finden.

Wenngleich der Keramikmarkt also durchaus viel Kunsthandwerk enthält und viele Aussteller sich in ihrer Gestaltung an Gebrauchskeramik wie Tassen oder Tellern orientieren, bildet die Kunst doch immer den Schwerpunkt der Keramiktage. Das zeigt vor allem der Eröffnungstag. Denn morgen beginnen die Keramiktage bereits mit dem „Keramikerportrait“, einem Workshop in der Werkschule im Kunstforum, Rosenstraße 41, und später am Abend mit der Eröffnung der diesjährigen Ausstellung „Die Schönheit der Struktur“ mit Werken der Vorjahressiegerin Beatrijs van Rheeden im Schloss.

Zum Keramikerportrait stellen sich mit Ann van Hoey aus Belgien und Keith Varney aus Großbritannien zwei Künstler vor, die sich durch hohe Präzision und jeder auf seine Weise auch durch eine filigrane Formsprache auszeichnen. „Bei Keith Varney weiß ich selbst oft beim besten Willen nicht, wie er das macht“, sagt die künstlerische Leiterin der Werkschule, Beate Anneken. „Seine Formen sind luzide, manchmal fast durchschimmernd, und hinterlassen oft den Eindruck, sich zu bewegen.“ Zudem haben seine Formen oft urbanen Charakter und erinnern etwa an Türme oder Schornsteine. Das könnte daran liegen, dass Varney ursprünglich Architekt war und erst seit 2011 mit Keramik arbeitet. In Deutschland ist Varney zum ersten Mal und wird auch mit einem eigenen Stand auf dem Markt vertreten sein.

Auch Ann van Hoey arbeitet sehr feine Strukturen aus, wobei ihre Formsprache vor allem durch Rundungen und Faltungen geprägt ist. „Sie schneidet und faltet Porzellan“, sagt Beate Anneken. „Vieles erinnert ein wenig an Origami und ist vor allem durch japanische Zen-Gärten inspiriert.“ Auch bei ihr fallen dynamische Formen und die Reduktion auf das Wesentliche auf.

Im Workshop erläutern beide, was hinter ihren Arbeiten steht und geben zugleich auch einen anschaulichen Einblick in ihre Arbeitsweise. „Das ist für die Teilnehmer besonders wichtig: selbst sehen zu können, wie die Künstler ihr Porzellan in die typischen hauchdünnen Formen bringen“, erklärt Beate Anneken. „Da sind auch viele Berufskollegen im Publikum, für die ist das praktisch eine Fortbildung.“ Für den Workshop sind kurzfristig noch einige Restplätze frei, sagt Anneken: „Fragen lohnt sich auf jeden Fall.“ Die Teilnahme kostet 60 Euro. Das Portrait findet in englischer Sprache statt.

Im Schlosssaal gibt es an beiden Tagen auch eine Präsentation mit Werken von Van Hoey und Varney. Dort werden im Rahmen der Ausstellung „Brandnew – brandneu“ auch Werke der preisgekrönten Teilnehmer vom letzten Jahr gezeigt. Die Preise für dieses Jahr werden am Samstag, 4. August, um 19 Uhr im Schlosssaal vergeben.

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