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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ein Fest für jede Tonart

31.07.2019

Oldenburg Manche Menschen sammeln Briefmarken. Andere einfach nur Erfahrungen. Einige Tassen. So wie Beate Anneken. Die Leiterin der Werkschule hat einen ganz Schrank voll mit Unikaten, in denen sie ihren Gästen Tee und Kaffee serviert. Nach gut zwei Jahrzehnten hat sie sich mit Bazillus Keramikus infiziert. Und der ist ansteckend.

Weit über 60 000 Besucher locken die Internationalen Keramiktage jährlich auf den Schlossplatz. An diesem Wochenende zum 37. Mal. Von Freitag, 2. bis Sonntag, 4. August dreht sich alles um Ton, Steinzeug, Keramik, Porzellan.

Was gibt es zu sehen?

Vom Kaffeelöffel bis zum abstrakten Kunstobjekt: alles. Auf dem Markt, der Samstag zwischen 10 und 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet hat, wird sowohl Nützliches als auch Dekoratives angeboten. Besucher haben dabei Gelegenheit, mit den Schöpfern vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Große Schatzsuche

Wählen darf auch das Publikum. Unter allen Marktteilnehmern können Besucher im Rahmen der „Brandnew - Brandneu-Ausstellung“ ihr Votum abgeben und mitentscheiden, wer den Preis von 500 Euro erhält. Abstimmungskarten sind in der Ausstellung erhältlich.

Staunen können Besucher des Stracksaals im Schloss am Samstag und Sonntag über die Werke des Gast-Künstlerduos Susan Collett und Velimir Vukicevic.
 Der Eintritt ins Schloss ist während des Marktes frei.
 Führungen mit Keramikexpertin Karla Hüneke gibt es am Sonntag um 11 und 14 Uhr. Anmeldung in der Werkschule oder im Infozelt auf dem Markt. Die Teilnahme kostet drei Euro.

Aktiv werden können Marktbesucher bei einem Bilderrätsel in Form eines Suchspiels. Zu gewinnen gibt es drei Keramikpreise im Wert von 25 bis 75 Euro. Die Gewinner werden am Montag, 5. August, 11 Uhr, in einer Ziehung im Kunstforum der Werkschule ermittelt. Glücksfee ist Kulturetagenchef Bernt Wach.

Kinder kommen auf dem Keramikermarkt ebenfalls auf ihre Kosten. Am Stand von Michael Wolf, rechts neben dem Infozelt, habe junge Besucher Gelegenheit, mit kleinen Tonziegelsteinen Häuser und Landschaften zu bauen.

Material kaufen können Keramiker bei einem Fachbedarfsstand. Außerdem ist ein Ofenbauer auf dem Markt vertreten. Erhältlich ist an einem Stand außerdem Fachliteratur.

Mehr über die Ausstellenden unter:

Wo wer zu finden ist, lesen Sie im letzten Teil des Programmflyers.

    https://bit.ly/2y7tjhy

Download unter: https://bit.ly/2Y71yz https://bit.ly/2y71ypz

  Besonders sehenswert sind die Objekte der begleitenden Ausstellungen im Schloss. Als erstes eröffnet wird die Schau von Si-Sook Kang am Freitag um 19 Uhr. Die in Deutschland lebende Koreanerin darf als Vorjahressiegerin der Kategorie „Neue Keramik“ ihr Werk hier sechs Wochen zeigen. Schwerpunkt bildet eine Serie von Mondvasen, wie sie im 17. und 18. Jahrhundert traditionell in Korea gefertigt wurden.

Wer stellt auf den Keramiktagen aus?

Aus 300 Bewerbungen hat eine Fachjury 124 Künstler und Designer ausgewählt, die mit einem Stand auf dem Keramikmarkt vertreten sind. „Grundlage der Entscheidung war es, einen Überblick auf das aktuelle Schaffen zeitgenössischer Keramik zu geben“, sagt Initiatorin Beate Anneken.

  Die Teilnehmenden stammen aus 14 verschiedenen Ländern der Welt – darunter nehmen etliche Nachwuchstalente das erste und einige „Stars der Szene“ zum wiederholten Mal teil.

Sind die Keramiktage wie ein Töpfermarkt?

So hat es mal angefangen – vor etlichen Jahren. Mittlerweile hat sich die Oldenburger Veranstaltung in Fachkreisen zu einem festen Termin etabliert und ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Muss ich als Besucher Kunstkenner sein?

Auf den Internationalen Keramiktagen tummelt sich Fachpublikum, auch Sammler kommen her. Wer tiefer in die Materie eintauchen will, besucht den Workshop am Freitag und lässt sich von zwei Künstlern in ihre Arbeitsweise einweisen. Der eintägige Kurs ist in englischer Sprache.   Wem das zu abstrakt ist, kann sich die Werke von Susan Collett und Velmir Vukicevic auch am Samstag von 11 bis 18 Uhr im Schloss anschauen. Beide Künstler werden vor Ort sein.

   Generell achte man bei der Auswahl der Markteilnehmer auch auf eine gute Mischung aus Gebrauchsgegenständen und Kunst, versichert Beate Anneken. Am Sonntag werden Wissenshungrigen Führungen durch die verschiedenen Ausstellungen angeboten. Treffpunkt ist das Infozelt am Markt.

Kann ich mir die Kunstobjekte überhaupt leisten?

„Die Preisspanne ist sehr groß“, sagt Beate Anneken – „sie reicht vom Kaffeelöffel für fünf Euro bis zur großformatigen Plastik im vier- oder fünfstelligen Bereich“. Für den kleinen Geldbeutel sei immer was dabei, versichert die Organisatorin.

Finanzieren sich die Keramiktage über die Umsätze?

Kunst von Kennern

Beginn der 37. Internationalen Keramiktage ist Freitag, 2. August. Los geht es mit dem Keramikerporträt, einem Workshop, von 10 bis 17 Uhr in der Werkschule an der Rosenstraße 41.

Gastdozenten sind in diesem Jahr Susan Collett aus Kanada, die mit der Paper-clay-Technik, bei der Papier mitverarbeitet und -gebrannt wird, zarte, filigrane Objekte schafft – ihre Skulpturen entwickeln sich in Zyklen und zeigen eine starke Spannung zwischen Kraft und Fragilität – und Velimir Vukicevic. Kennzeichnend für die Werke des serbischen Künstlers ist die aufwendige Bemalung mit oft verblüffenden dreidimensionalen Effekten. Die Teilnahme an dem eintägigen Workshop kostet 60 Euro, inkl. Mittagsbrunch. Anmeldung unter Telefon  999 08 40 oder per Email an info@werkschule.de.

Ausgezeichnet sind die drei Sonderpräsentationen in den barocken Sälen des Oldenburger Schlosses:
Im Schlosssaal bietet die Ausstellung „Brandnew – Brandneu“ am Samstag und Sonntag mit Einzelstücken der Marktteilnehmer einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der zeitgenössischen Keramik. Vergeben wird hier der „Detlef-Schmidt-Wilkens-Preis für Keramik“ in den Kategorien Innovation, Funktion und Figur/Objekt.
Im Marmorsaal ist ab Freitag, 19 Uhr, eine Ausstellung der letztjährigen Preisträgerin „Neue Keramik“, Si-Sook Kang, zu sehen. Die Schau „Im Gleichklang“ bleibt bis zum 15. September im Schloss.
  Der diesjährige „Preis der Neuen Keramik“ wird am Samstag zum elften Mal vergeben. Neben dem Preisgeld von 1 000 Euro gibt es ein Stipendium und eine sechswöchige Einzelausstellung im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.

    https://susancollett.com

    www.velimirvukicevic.com

Was die Marktteilnehmer mit ihren verkauften Objekten einnehmen, behalten sie selbst. Die Internationalen Keramiktage werden von der Stadt mit 27 500 Euro bezuschusst – „kosten aber ein drei- bis vierfaches“, sagt Beate Anneken und freut sich über die vielen Sponsoren und Unterstützer, dank derer auch die Vergabe der Preise möglich ist.

Wer bestimmt, welche Künstler Preise kriegen?

Den Detlef-Schmidt-Wilkens-Preis für Keramik, der in drei Kategorien mit insgesamt 1800 Euro vergeben wird – Oberfläche, Funktion und Innovation – vergibt eine überregionale Fachjury. Gewählt wird aus den „besten Stücken“ der Marktteilnehmer, die auch in der „Brandnew – Brandneu“-Ausstellung zu sehen sind.

   Der Preis „Neue Keramik“ wird vom Herausgeber des gleichnamigen Fachmagazins, Bernd Pfannkuche, vergeben. Neben Preisgeld beinhaltet er eine sechswöchige Ausstellung im Schloss und ein Stipendium. Vorjahressiegerin Si-Sook Kang hat sich für einen Aufenthalt in Korea entschieden, um mehr über die Herangehensweise ihrer Ahnen zu erfahren. Den Publikumspreis im Wert von 500 Euro verleihen die Besucher mit ihren Stimmen.

Was macht die Keramiktage international?

Aus allen Teilen der Welt kommen Bewerber und Teilnehmer des Marktes – und damit auch ihre Sicht auf die Kunst. Gut fünf Prozent der Besucher reisen aus dem Ausland an – ein Drittel nimmt, laut Beate Anneken, eine Anreise von mehr als 100 Kilometern auf sich.

Wo finde ich was auf dem Markt? 

Wer nicht einfach über den Markt schlendern will, sondern etwas bestimmtes sucht, bekommt am Infostand oder im Internet (siehe Kasten rechts) einen Übersichtsplan.

Was wurde aus dem Oldenburg-Becher?

Der Oldenburg-Becher, als besonderes Unikat, wurde im Rahmen der Internationalen Keramiktagen in einem Wettbewerb bei der Oldenburg Tourismus und Marketing (OTM) in limitierter Auflage verkauft. Seit drei Jahren gibt es dieses Format nicht mehr – was Beate Anneken – mit ihrem Sammlerherz – natürlich „sehr bedauert“.

Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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