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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Zeit zu lesen und zu träumen

06.11.2017

Oldenburg Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann war es am Samstag ein ungewohntes Bild, von der Bühne des PFL nicht auf die Ratsmitglieder zu schauen, sondern auf quirlige Kinder, die mit ihren Eltern zur Eröffnung der 43. Kinderbuchmesse gekommen waren. „Viele Eurer Eltern waren noch nicht einmal geboren, als wir hier zur ersten Kibum eingeladen haben“, meinte er mit Blick auf den Dauerbrenner der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse, ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Stadt Oldenburg und Universität.->

MULTIMEDIA: Wirklich alles über die Kibum in Oldenburg

Bis zum 14. November werden im PFL wieder 2500 Neuerscheinungen und elektronisch Medien präsentiert. Man erwartet zu der Ausstellung Tausende Kinder und Dutzende Schulklassen aus der Region. Auch am Samstag nutzten schon viele Familien das Angebot und schmökerten gemeinsam.

Polen ist in diesem Jahr das Partnerland. Daher heißt es „Witaj! Kibum trifft Polen“. Und vielen mag es wie Prof. Dr. Sabine Kyora (Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung der Universität Oldenburg) gegangen sein, dass sie das freundliche Fabelwesen auf dem Kibum-Poster für Witaj gehalten haben, doch tatsächlich heißt „Witaj“ übersetzt „herzlich willkommen“.

Prof. Kyora, die in Bielefeld aufgewachsen ist, verriet, dass sie als Kind auch eine Leseratte gewesen sei und an Wochenenden in der Leihbibliothek immer so ein dickes Bücherpaket ausgeliehen habe, dass ihr Vater sie abholen.

Auf der Bühne standen aber nicht nur die offiziellen Gäste, sondern auch Kinder des Breslauer Kindertheaters „Wroclawskie Centrum Tworczosci Dziecka“ und des Kooperativen Kindertheaters Ohmstede.

Zweisprachig führten sie Spielsequenzen auf aus der polnischen Anthologie „Ein Weg, der niemals endet“, die zurückgeht auf das größte literarische Projekt Breslaus als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2016.

Viel Applaus gab es schon nach dem ersten kleinen Stück „Beeil Dich“, in dem die Kinder ihren durchgetakteten und von der Uhr regierten Tagesablauf spielten – obwohl sie stattdessen lieber durch Pfützen gehüpft oder Seifenblasen zugeschaut hätten.

Zur selben Zeit, am Samstagnachmittag, wurde nebenan in der BBK-Galerie auch die Ausstellung mit Bilderbuchkunst von Janosch eröffnet. Gezeigt werden bis zum 26. November (täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr) die Originale. Janosch ist in diesem Jahr Kibum-Schirmherr. Ursprünglich hatte er auch selbst kommen wollen, ließ aber durch seine Krakauer Biografin Angela Bajorek herzliche Grüße übermitteln. Janoschs Wurzeln führen in das Oldenburger Land, und so berichtete Angela Bajorek, dass sie am Freitag auf dem Friedhof in Bad Zwischenahn das Grab von Janoschs Eltern besucht hatte.

Lesen Sie in unserem Spezial alles zur Kinderbuchmesse Kibum.

Sabine Schicke
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2103

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