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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

„Eine Insel mit zwei Bergen und dem . . .“

21.04.2018

Oldenburg „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ – Millionen von Kindern haben sich dank Buchautor Michael Ende in eine Fabelwelt geträumt, in der es Scheinriesen gibt und eine chinesische Prinzessin aus den Händen der strengen Lehrerin Frau Mahlzahn befreit werden muss. Legendär ist die Verfilmung durch die Augsburger Puppenkiste aus den 60er-Jahren. Im Kinderkanal gab es dann in den 90ern eine Zeichentrickserie mit 52 Folgen, seit wenigen Tagen begeistert eine Neuverfilmung mit Menschen als Darsteller das Publikum in den Kinos.

Der Film ist ein großer Erfolg. Seit der Premiere vor drei Wochen hat er über 924 000 Besucher angelockt. Der Bestseller handelt von einem Waisenkind namens Jim Knopf, das per Post auf der Insel Lummerland ankommt. Zusammen erleben Jim Knopf, die Dampflock Emma und Lukas, der Lokomotivführer, halsbrecherische Abenteuer. Tollkühn und todesmutig kämpfen sie dann gegen den Scheinriesen und einen Drachen, um die Prinzessin Li Si zu retten. Die Geschichte faszinierte auch Lukes Collin in seiner Kindheit.

Ein Traum wird wahr

Für seinen ersten Job bewarb er sich direkt bei den Babelsberg Studios in Berlin –ohne zu wissen, wo er eingesetzt werden würde. „Als ich die Zusage bekam, war ich erst ein bisschen enttäuscht. Denn der Titel klingt ja mehr nach einem Kinderfilm. Irgendwann begriff ich allerdings die Ausmaße des Films und spätestens, als ich in den Studios stand, war ich vollkommen überwältigt. Diese riesigen Sets sind einfach so unfassbar gigantisch. Das war auf jeden Fall einer meiner Höhepunkte in den sechs Monaten“, schwärmt Lukes.

Riesige Studios

Die Babelsberg-Studios in Berlin befinden sich auf einer Gesamtfläche von über 169 000 Quadratmeter. Damit ist es das größte Filmstudio Europas. Kein Wunder, dass Lukes der Mund vor Staunen offen stehen blieb. Der verwunschene Bahnhof von Lummerland ist liebevoll nachgebaut.

Im Schneckentempo zuckelt Emma, die kleine Lokomotive, vorbei an der knarzenden Blechhütte, hin zum Wasserturm am sandigen Strand samt Steg. Im Hintergrund ragen die Berge von Lummerland hervor. Eine herrliche Kulisse.

Der Traum, an einem Film mitzuwirken, begleitet Lukes ein Leben lang. „Eigentlich wollte ich immer Kinderdarsteller werden“, erzählt er. „Aber jetzt bin ich doch ganz zufrieden, als Assistent der Aufnahmeleitung und zwischendurch als Komparse zu arbeiten. Mich fasziniert es, komplett in diese andere Welt einzutauchen.“ Seine Familie hat sich sehr für ihn gefreut und ihn immer bei seinem Wunsch, Regisseur zu werden unterstützt. Lukes durfte sie sogar durch die Filmwelt führen. Seine Mutter war aufgeregt, die Schauspielerin Anette Frier persönlich zu treffen. „Für mich war es allerdings total normal, mit Schauspielern wie Christoph-Maria Herbst, Henning Baum oder Uwe Ochsenknecht zusammenzuarbeiten. Das sind einfach coole Kollegen“, sagt der 21-Jährige. Ein halbes Jahr lang hat er mit ihnen zusammen gewirkt. 60 bis 65 Stunden in der Woche herrschte reges Treiben am Set. Freizeit gab es quasi nicht für Lukes, der voll in das Projekt eingespannt war. Eine einmalige Erfahrung für ihn und „irgendwie fesselnd“, wie er betont. Sein Einsatz zahlt sich aus. Nach dem Erfolg mit „Jim Knopf“ kamen die Job-Anfragen nur so geflogen. Bei seinem nächsten Projekt „Robin – watch for wishes“ war er in Kapstadt. Der Film läuft ab diesem Samstag frei unter www.watchforwishes.de und generiert bei jedem Klick eine Spende für schwerkranke Kinder. „Ich will es bald aber wieder etwas ruhiger angehen lassen“, meint Lukes. „Meine Freunde sind jetzt fast fertig mit ihrem Studium. Ich kann mir auch vorstellen, noch Film oder Politik zu studieren. Danach möchte ich meine eigenen Filmprojekte angehen.“ Große Pläne eines motivierten, sympathischen jungen Mannes. Gestartet hat er seine Karriere mit einem Praktikum, danach bekam er einen festen Arbeitsvertrag beim Filmstudio und schließlich als Assistent der Aufnahmeleitung. In die Hauptstadt, seinem derzeitigen Wohnort, hat er sich auch direkt verliebt.

Kindheit in Oldenburg

Eine „wundervolle Kindheit“ hat Lukes in Oldenburg verbracht und sein Abitur am Alten Gymnasium gemacht. Die Geschichte von „Jim Knopf“ verbindet Lukas mit gemeinsamen Fernsehabenden mit seinem Bruder auf dem heimeligen Sofa. Damals lief die deutsch-französische Zeichentrickserie im Fernsehen.

Die Faszination lebt weiter, die Abenteuer von Jim Knopf und Lukas sind zeitlos – über die Generationen hinweg.

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