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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Innenstadt wird zur Bühne

25.08.2018

Oldenburg Ereignisreiche Stunden erleben die Stadtbummler am Freitag in der Innenstadt. Das liegt zum einen an den plötzlichen Regengüssen, die so manchen Besucher zu einem ungewohnten Sprint veranlassen. In erster Linie liegt es aber am Kleinkunstfestival, das an acht Spielorten für Unterhaltung und überraschende Begegnungen sorgt. Und wer nicht aufpasst, findet sich schnell als Statist mitten im Geschehen wieder.

Ganz vorne dabei bei der Rekrutierung von ahnungslosen Statisten ist Klaus Lang alias Arthur, der mit seinem klapprigen Fiat 500 angerückt ist. Gleich drei Mann beschäftigt der Komödiant und Artist, darunter auch den NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann.

Da hilft auch der leise geäußerte Einwand des einen der unfreiwilligen Helfer nicht, dass er noch einen Termin hat. Er muss sich umziehen und gibt im blauen Trainingsanzug und mit Perücke sofort Arthurs Zwillingsbruder ab. Die anderen im Publikum freuen sich – über die Show und darüber, dass sie davon gekommen sind.

Ganz so wild kann es mit dem Anschlusstermin nicht gewesen sein. Keine fünf Minuten später steht der Mann beim „Duo Diesel“, das bei seinen Artistik-Einlagen vor der Hirsch-Apotheke kräftig die Hüften kreisen lässt, und ein bisschen später bei Jochen Falck im Nikolaiviertel. Da darf er gleich wieder beim Messerschlucken assistieren. Das Feuerschlucken absolviert Falck ohne Hilfestellung – wegen Sicherheitsbedenken werden die Flammen durch eine Peperoni ersetzt.

Viele aus dem Publikum der einen Station trifft man an der nächsten wieder. Im Halbstunden-Takt finden die Vorstellungen an den verschiedenen Spielorten statt. Zeit genug also, sich von einem zum anderen treiben zu lassen. Bei Standorten, die ein wenig abgelegen liegen, weisen aufgeklebte bunte Fußspuren den Weg. Mit Erfolg: Jede Vorstellung findet ihr Publikum.

Einige der Besucher sind besonders gut vorbereitet, sie haben ihren eigenen Klappstuhl mitgebracht. Andere leihen sich kurzerhand eine Sitzgelegenheit beim nächsten Restaurant oder Eiscafé. Während die einen mit dem bunten Programmheft gezielt auf Suche gehen, kommen andere zufällig in der Mittagspause vorbei.

So oder so: Die Stimmung ist gut – bei den Zuschauern und bei den Künstlern. Und auch der zwischenzeitliche Regen ändert daran nicht. Unter ihm haben besonders Lisa Rinne und Andreas Bartl, die Artisten von „Circus Unartiq“ zu kämpfen. In luftiger Höhe präsentieren sie ihre Akrobatik auf rutschig werdendem Gestänge, jonglieren trotz kräftiger Windböen und sorgen mit ihren Kunststücken für manchen Aufschrei bei den Zuschauern.

Die Bandbreite, die die neun Künstler, Duos oder Künstlergruppen bieten, ist groß. Artistik in verschiedenen Formen, Clownerie – mal derb, mal poetisch – Comedy, Zauberei. Das Publikum spart nicht mit Applaus – und anderer Zuwendung. Wer nach seiner Vorstellung den Hut oder Eimer rumgehen lässt – nicht alle Künstler tun das –, findet anschließend nicht nur Münzen, sondern auch reichlich Scheine darin.

Das Oldenburger Kleinkunstfestival geht an diesem Samstag weiter. Zwischen 11 und 17.30 Uhr sind die Darbietungen der Künstler in der Innenstadt zu bewundern.

Katja Mielcarek Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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