• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Dezember-Blues durchaus belebend

04.12.2017

Oldenburg Wenn man davon ausgeht, dass es in Oldenburg in Sachen Blues eigentlich relativ ruhig ist, war es schon eher überraschend, dass sich immerhin knapp 120 Musikliebhaber im Neuen Gymnasium einfanden. Zur Begrüßung informierte Organisator Steffen Schöps, Popkantor bei der Evangelischen Kirche Oldenburg, über die Unterstützung dieses Konzertabends für die Kinder in Boumdoudoum in Burkina Faso und animierte das Publikum, die Angebote der Boumdoudoum-AG in Sachen Getränke freudig wahrzunehmen.

Das erste Set gestaltete die Oldenburger Band „Roll on Mouche“. Sänger und Gitarrist Mickey Copello überzeugte nicht nur durch den unaufdringlichen, aber präsenten Sound seiner Stratocaster, sondern vor allem durch seine einfühlsame, leicht angeraute Stimme. Die besondere Mischung aus Blues-, Rock- und Funkelementen ergänzte der Sänger mit kurzweiligen Überleitungen bestehend aus persönlichen Geschichten. Da wurde zum Beispiel aus seinem Kinderzimmer in seiner Fantasie der „Palace of Love“. In „Welcome to the Friendzone“ ging es darum, dass ihn nach einer gescheiterten Liebe der Blues einholte. Beim Hendrix-Titel „Fire“ drehte die Band noch einmal auf, mit spritzigen Hammond-Einwürfen von Menno Müller, dem Bassspiel von Torben Wendt sowie der Dynamik von Schlagzeuger Iko Pieper.

Blues-Anleihen waren der rote Faden im gesamten Programm, aber wie bei vielen Oldenburger Bands kann auch „Oh Lord I got the Blues“ die Liebe zum Funk nicht verbergen. Die Spielfreude der Band war ansteckend und hielt so manchen Besucher nicht mehr auf den Stühlen.

Sängerin Lilly Tauch brillierte in Songs wie „We are the same“ und „I’d rather go blind“ mit dem erdigen Timbre in ihrer Stimme, das war sehr ergreifend. In den höheren Lagen konnte Julia Walter alles geben und besonders in den zweistimmigen Passagen kam Glanz auf. Diverse Trompeten-Soli trug Lars Varchmin (Band „Skalinka“) bei, flankiert von Renate Dirks am Saxophon und Karen Erichsen an der Posaune. Solistisch auf den Punkt kamen sowohl Hendrik Ohlhoff als auch Lennart Preuß mal mit dem Rocksound eines Rory Gallagher aber dann auch wieder in Richtung modernen Jazz-Rocks wie bei der Band „Snarky Puppy“. Bekannt für sein Uhrwerk-Timing in Kombination mit seinen filigranen musikalischen Ausschmückungen war es auch an diesem Abend Schlagzeuger Jente Tabeling (Bands „tuneIn“, „Funky Kayle“), der „Oh Lord...“ zusammen mit Bandleader Steffen Schöps die verlässliche Basis gab.

Abgesehen vom Schneematsch-Blues konnte das Publikum aufgemuntert und beschwingt den Heimweg antreten.

Weitere Nachrichten:

NGO | Funky Kayle | Dorfschule

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.