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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Eindringliche Texte von Chor souverän dargeboten

03.03.2018

Oldenburg Der Dichter Pablo Neruda starb vor 45 Jahren im Zuge des Militärputsches in seinem Heimatland Chile. Um dem Literaturnobelpreisträger zu gedenken, veranstaltete der Oldenburger Verein Kantorka ein Konzert in der Martin-Luther- Kirche.

Aufgeführt wurden Auszüge aus dem „Canto General“, Nerudas wohl berühmtestem Werk, das voller Poesie die Geschichte Lateinamerikas erzählt, in bildgewaltiger Sprache die Natur und die Tierwelt beschreibt, aber auch Unterdrückung und Widerstand thematisiert. Vertont wurde das lateinamerikanische Epos von dem griechischen Komponisten Mikis Theodorakis, der Neruda im Exil in Paris kennenlernte.

Die Symbiose aus Nerudas eindringlichen Texten und Theodorakis mitreißender Musik verfehlte nicht ihre Wirkung auf das Publikum in der voll besetzten Kirche. Auf andächtiges Schweigen nach einem emotionalen „Neruda Requiem“ folgte Begeisterung für „Algunas bestias“, für das es Zwischenapplaus gab.

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Der Projektchor Kantorka präsentierte sich gut einstudiert und stets souverän angesichts der anspruchsvollen Chorpartitur mit ihren tückischen Taktwechseln. Die rund 40 Sängerinnen und Sänger intonierten sehr präzise und mit ansteigender Intensität, die in einer fulminanten Darbietung von „Amor America“ gipfelte.

Dirigent Urs-Michael Theus, ehemaliger Generalmusikdirektor am Theater Lüneburg, den der Verein für das Konzert gewinnen konnte, leitete mit großer Umsicht und Begeisterungsfähigkeit. Er erzielte herausragende Präzision und Transparenz des Klanges und vermochte die Musizierenden zu einem mitreißenden musikalischen Erlebnis zu animieren.

Hervorzuheben ist die stimmlich und gestalterisch überragende Leistung der Mezzosopranistin Annekatrin Kupke vom Oldenburgischen Staatstheater, die den Solopart übernahm. Ihre ausdrucksstarke Stimme und leidenschaftliche Darbietung sind prädestiniert für das Werk.

Schauspieler Jarno Stiddien erweckte mit der Rezitation der deutschen Textübersetzungen Nerudas Worte zum Leben.

Martin Meyer am Klavier erfüllte seinen Part musikalisch ausgezeichnet. Manuel Bunger an der Cajon erzeugte südamerikanisches Flair.

Mit einem Ausschnitt aus dem Neruda Requiem schloss sich der Kreis. Nach der jazzigen Zugabe „Paz“ endete ein rundum gelungenes Konzert mit dem Ruf aus dem Publikum „Wir gehen noch nicht nach Hause.“

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