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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Heilige Stadt wird in Ohmsteder Kirche lebendig

01.11.2018

Oldenburg Aus dem riesigen Fundus geistlicher Chormusik der letzten fünfhundert Jahre, die dem Lob Jerusalems gelten, suchte der Demantius Chor Oldenburg für sein aktuelles Programm einige Juwelen heraus und nannte dieses Konzert „Lauda Jerusalem“ (Preise Jerusalem).

Neun Werke aus unterschiedlichen Zeiten und verschiedenen Ländern erklangen in ansprechender und teils berührender Weise, darunter neben sieben Vokalkompositionen auch eine Choralbearbeitung für Orgel von Johann Sebastian Bach, „An den Wasserflüssen Babylons“, die der Sehnsucht des Volkes nach Jerusalem beredten Ausdruck verleiht, und das zeitgenössische Orgelpräludium „Ich liebe die farbenreiche Welt“ von Naji Hakim, einem christlichen Libanesen, der in Paris als Komponist und Organist arbeitet und das Werk 2008 schrieb.

Die beiden Chorwerke zwischen den zwei von Thomas Meyer-Bauer interpretierten Orgelwerken, Claudio Monteverdis fünfstimmige Motette „Lauda Jerusalem Dominum“ aus dem Frühbarock und Rudolf Mauersbergers Trauermotette nach den Klageliedern Jeremia, „Wie liegt die Stadt so wüst“, stellten an den gut einstudierten, etwa dreißigköpfigen Chor hohe Anforderungen, die mit viel Enthusiasmus gelöst wurden. Die beiden Leit-Motetten des Konzertes können kaum unterschiedlicher sein: Hier die melodische Fünfstimmigkeit Monteverdis, die wirklich lobt und preist und optimistisch klingt, und dort das kahle, düstere Klagelied des Propheten Jeremias von Rudolf Mauersberger. Die durchziehende Trauer verstand der Chor unter der Leitung von Dorothee Bauer zum klingenden Ereignis werden zu lassen, dem sich niemand im Auditorium entziehen konnte.

Auch ein expressives und technisch schwieriges „Jesus und die Krämer“ des Ungarn Zoltán Kodály und ein eindringlich deklamierendes, „Zion spricht: Der Herr hat mich verlassen“ aus dem „Israelsbrünnlein“ von Johann Hermann Schein, gaben Kunde vom bemerkenswerten Leistungsstand des engagierten Oldenburger Laienchores.

Dafür gab es in der Ohmsteder Kirche nach etwa hundert Minuten Chormusik in ausdrucksstarken Interpretationen den verdienten Beifall.

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