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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Heitere Musik muntert in dunkler Jahreszeit auf

18.11.2019

Oldenburg Unter dem Programmtitel „Klangträume“, die das Oldenburger Kammerorchester präsentierte, sollten aufmunternden, aufwärmenden Kräfte und Energien in der kalten Jahreszeit entfaltet werden. Zwei Streicher-Serenaden von Max Bruch und von Robert Fuchs trafen in all ihrer Anmut, Keckheit und mit einem noblen Volkston, bei Max Bruch nach schwedischen Volksmelodien, genau diesen Tonfall einer serenen Heiterkeit. Diese Musik für Streicherensemble ist wie zugeschnitten auf das verdienstvolle Konzept des Oldenburger Kammerorchesters, mit engagierten und semiprofessionellen Laien klassische Perlen für Streicher einzustudieren und mehrmals im Jahr einem breiten Publikum vorzustellen.

Unter der Leitung von Marc Froncoux spielte das Kammerorchester in der Aula des Alten Gymnasiums diese aufmunternden Glanzstücke der Serenaden-Literatur mit Schmelz und Innigkeit, mit einem Gespür für das Filigrane der Partitur und das Atmosphärische des nach innerer Gelöstheit und Einverständnis mit dem Augenblick drängenden Ausdrucks.

Ob bei Bruchs Serenade das sehr schöne sangliche Thema des Andante und der zarte, verhaltene Marsch zum Schluss oder bei der Serenade Nr. 3 von Fuchs die Streicher-Seligkeiten der Romanze, des Allegretto grazioso und ganz besonders das furiose Finale, das so richtig mit Schmiss daherkam: Die Spielfreude bei diesen spielenswerten Partituren übertrug sich vom engagierten Ensemble leicht auf das Auditorium, das in einem klugen Schachzug im Halbrund um das Streicherensemble gruppiert worden war und fast hautnah dabei war.

Wenn etwas schon schön und passend und zu Herzen gehend ist, dann kann es manchmal noch etwas intensiver werden: Drei lyrische Werke des der schwedischen Volksgruppe in Finnland zugehörenden Jean Sibelius standen mittig im Programm. Sie entzückten durch dicht gefügte, festliche Klänge (beim „Andante festivo“), mit dem Ausdruck inniger Gefühle von Zutrauen, Wärme und Geborgenheit in der „Romanze in C-Dur op.42“ und einem ebenso intelligenten wie poetischem Abgleich einer reichen Gefühlswelt mit formalen Strukturen im sehr verhaltenen „Impromptu für Streichorchester“. Das Werk wurde so überzeugend und gelungen umgesetzt, dass es – als Höhepunkt des Abends – ganz am Ende, nach dem überaus verdienten Applaus, als hochwillkommene Zugabe noch einmal erklang.

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