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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Sehr Britisches aus der Werkstatt

19.11.2019

Oldenburg „Very British“ hieß es beim ersten Werkstattkonzert im Kleinen Haus des Staatstheaters am Sonntagabend. Schnell wurde deutlich, wie vielfältig und charaktervoll das englische Musikleben in den vergangenen Jahrhunderten war.

Die junge Sopranistin Simone Hauburger intonierte mit schlanker, geschmeidiger Stimme das älteste Werk des Abends, John Dowlands „If my complaints could passion move“, begleitet am Cembalo mit passendem Lautenzugregister von Thomas Honickel. Starke Emotionen vermittelten die Werke des Spätromantikers Edward Elgar.

Melanie Lang sang mit dramatischem Gestus bei den „Sea pictures“ von einem stürmischen Morgen auf See, begleitet von wuchtigen, orchestralen Klängen des Flügels. In Elgars „The snow“ wurde der Schnee zur Metapher des eisigen sozialen Klimas, das sich allmählich in lyrische und weiche Harmonien verwandelte. Das „KlangEnsemble“ gestaltete mit den „Young Voices“ mit elastischer Tongebung harmonisch farbenreiche Chorwerke des Spätromantikers.

Wie das englische Pendant zu Schuberts „Winterreise“ wirkten die beiden Lieder aus den „Songs of travel“ von Ralph Vaughan Williams. Zum marschartigen Rhythmus des Flügels (Giuseppe Barile) erzählte Kammersänger Paul Brady mit hervorragender stimmlicher Gestaltung und agiler Gestik vom Leben eines Vagabunden und, umrankt von perlenden Arpeggien, aufblühender Lebensfreude.

Zum emotionalen Höhepunkt wurde Benjamin Brittens „Lachrymae“, mit größter Konzentration und Ausdrucksintensität von Christoph Rabbels auf der Viola dargeboten. In dem Variationswerk verarbeitete der Komponist unmittelbare Eindrücke aus dem Zweiten Weltkrieg. Dowlands Melodie erschien als Sehnsucht, die alte Kultur zu erhalten.

Die anregende Moderation und das schlüssige Konzept des Werkstattkonzerts lagen erneut in besten Händen beim Dirigenten und Pianisten Thomas Honickel. Am Ende sangen alle das Lied „Jerusalem“, in dem sich die Hoffnung ausdrückt, dass das „Heilige Land“ auch auf Englands grünen Hügeln seine Stätte finden möge.

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