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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Charizma Soul begeistert mit musikalischem Blumenstrauß

19.03.2018

Oldenburg Noch ist die Tanzfläche als solche nicht zu erkennen. Die Lichter sind an und die Gäste unterhalten sich über alle möglichen Themen. Sobald aber das Licht erlischt, macht der Alltag Platz für Vorfreude und Gejubel. Die Unterhaltung wiederum übernimmt jetzt Charizma Soul – mit „Let me entertain you“ als Einstieg.

Die Kulturetage ist bekannt für ihren besonderen Sound. Wenn also am Samstag zunächst ein kurzes Intro vom Band abgespielt wird, bei dem die Musiker die Bühne betreten, so hört man nicht etwa irgendein Schlagzeug. Man hört gigantische Trommeln mit gewaltigem Bass. Man hört nicht lediglich Streicher, sondern steht vor einem imaginären Orchester. Umso lebendiger wird es, wenn es nun zum Live-Einsatz kommt – und zwar in großer Besetzung.

Ein Drumset, eine Gitarre, ein Bass. Dazu drei Bläser, ein Keyboard und nicht zuletzt drei Vokalisten. Und so bunt wie die Besetzung, so bunt ist auch das Programm. „Wir haben einen ganzen Blumenstrauß an Songs dabei“, erklärt Sarina Lal. Bis eben hat die Sängerin noch bei den Backings gestanden und getanzt, nun aber nimmt sie neben Leadsänger Menno Stuifmeel die Position am Frontmikrofon ein.

Offenbar enthält der Blumenstrauß, von dem sie spricht, eine ganze Auswahl verschiedener Farben. Eine große Liste von Hits der vergangenen Jahrzehnte, mit vielen Gegensätzen, die sich aber wunderbar ergänzen.

Zunächst treten bei „Bad Girls“ Lal und Stuifmeel als Duo auf, bei dem sie – erst abwechselnd, dann gemeinsam – eine enorme vokale Steigerung erzeugen. Wenn in der Klassik der Höhepunkt einer Arie als Stretta bezeichnet wird, so ist dies die Stretta der Popmusik. Doch schon im nächsten Moment folgt George Michaels „One More Try“. Eine ruhige Ballade, die mit atmosphärisch-blauem Licht zum Entspannen einlädt. Der Gegensatz könnte nicht deutlicher sein, und doch ist er angemessen.

Aber nicht nur die Vokalisten sind hervorzuheben. Charizma Soul ist eine Gruppe von Musikern aus ganz Deutschland, die allesamt eine lange musikalische Ausbildung hinter sich haben. Besonders gut zeigt sich dies bei dem Song „The Letter“ von Joe Cocker, denn hier wandert quasi das Solo vom Piano zur Posaune, zum Saxophon zur Gitarre. Alles in nahtlosem Übergang, und alles genau auf dem Punkt.

Auch wenn nicht soliert wird, spielen die Instrumentalisten eine große Rolle: „Mamma Knows Best“ ist wohl das beste Beispiel für den Slogan der Band „Groovy Music feat. Horns“. Hier ist es Sängerin Marie Franka Zielinski, die ihr Können, aber auch ihr Temperament beweist. Das Grundempfinden dabei ist ein tanzbarer Swing, jedoch stets unterbrochen von einem überaus geraden Puls – wieder ein starker Gegensatz, der aber gerade den Groove ausmacht.

Und wenn noch eines erwähnt werden sollte, dann ist es ganz klar „Klar“ von Jan Delay. Menno Stuifmeel scheint es beinahe höchstpersönlich zu sein – mit seinem schwarzen Zylinder und dem weißen Hemd. Sogar die nasale Stimme wird imitiert. Jetzt nur noch der funkige Groove sowie der rhythmische Gesang, und die Kulturetage ist eine Disco – und die Band die Nummer eins.

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