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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

„The Art of the Quartet“ begeistern 200 Zuhörer

20.05.2019

Oldenburg Der rotglühende Bollerofen kam nicht mehr zum Einsatz, und auch die Deckenhöhe ist um einige Meter gewachsen. Im Vergleich zu den Trippelschritten des „Jazzclub Alluvium 1502“ vor 60 Jahren im Keller des ehrwürdigen Degodehauses war der offizielle Auftakt ins Feierjahr ein Quantensprung.

Im Auftritt von „The Art of the Quartet“ erlebten rund 200 Zuhörer, dass Qualität und Spielfreude keine Frage das Alters sein müssen. Scott Colley, Peter Erskine, Benjamin Koppel und Kenny Werner brachten die Erfahrung aus ungezählten Auftritten weltweit und ebenso vielen Studio-Einspielungen auf die Bühne des Neuen Gymnasiums Oldenburg (NGO).

Dass das Alluvium im Feiertaumel seine Wurzeln nicht vergessen hat, macht den Jazzclub so besonders. Bereits am Donnerstag war die traditionelle Jazzsession um Jörn Anders im Wilhelm 13 angesagt, am Freitag zeigte dort die Nordwest Concert Band mit Ken Norris ihre Klasse. Erst zum Schluss des ersten Konzert-Blocks standen am Samstag die prominenten Gäste aus den USA und Dänemark auf der Bühne. Die seit geraumer Zeit geübte Praxis bewährt sich also bestens.

Zum Sechzigsten bekamen die Freunde anspruchsvoller, weitgehend mund- und handgemachter Musik viel zu Sehen und zu Hören. Zum einen lieferte die aufgelegte Broschüre einen amüsanten Rückblick auf knapp sieben Jahrzehnte organisierter Jazz in Oldenburg, zum anderen lieferte das renommierte Quartett den plausiblen Grund, dass sich Hartnäckigkeit und Herzblut auszahlen.

„The Art of the Quartet“ ist eine All-Star-Band, die mit Pianist Werner, Saxofonist Koppel, Bassist Colley und Schlagzeuger Erskine aus vier der gefragtesten und vielseitigsten Jazzmusiker der heutigen Szene besteht. Gemeinsam erforschen sie das Potenzial klassischer Jazzquartett-Formationen in all ihren Feinheiten. Mit ihrer besonderen Individualität heben sie den musikalischen Dialog auf ein ganz neues Level. Jeder Musiker steuerte Kompositionen und Arrangements bei, die von vielfältigen Ausdrucksweisen inspiriert sind. Strukturiert wurde dies durch das wunderbare Zusammenspiel der vier Virtuosen.

Die Kollaboration von Benjamin Koppel und Kenny Werner führte in eine besondere Vertrautheit. Aus ihr gingen mehr als zehn Alben hervor, darunter das vielgelobte Duo-Album „Walden“ und ein Album ihres Kollektivs Coalition mit Lionel Loueke und Miguel Zenon. In Scott Colley holten sie sich einen Kontrabassisten an die Seite, der für seine Zusammenarbeit mit Herbie Hancock und John Scofield gerühmt wurde. Schlagzeug-Legende Peter Erskine schließlich, der zu legendären Formationen wie Weather Report und Steps Ahead gehörte, vervollständigt die Viererbande auf seine einzigartige Weise.

Nach weit über zwei Stunden Live-Konzert war der Anfang gemacht. Der wunderbare Sound von „The Art of the Quartet“, auch dank Josef Kempens Zutun am Mischpult, klang lange nach. Die Zuhörer waren beglückt, die Macher durften zufrieden sein. Mit einer sehr langen wunderschönen Ballade und viel Applaus ging der Auftaktabend zu Ende.
Ausstellung, Live-Musik und Filme in der Mohrmann-Halle (17. - 27. Juli)
Dritter Jazz-Gipfel (Oldenburger Musiker in fünf Konstellationen/25. bis 27. Juli)


     www.jazzclub-alluvium.de 
Oliver Schulz Redakteur / Politikredaktion
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