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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Klanghelden singen im Tal der Obstbaumblüten

05.03.2019

Oldenburg Die meisten Besucher im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters waren am Sonntagvormittag Kinder im Grundschulalter. Und die lauschten aufmerksam der musikalischen Geschichte um den Gärtner Ming, der zum Einlass in seinen besonderen, Gesundheit und Glück spendenden Garten ein gesungenes Lied verlangte. Darin wurden die unterschiedlichen Blüten in ihren Besonderheiten besungen. Dieses Singspiel für vierstimmigen Jugendchor und Kammerorchester mit dem Titel „Im Tal der Obstbaumblüten“ schildert ein Märchen des bekannten Kinderbuchautors James Krüss, das von Erich Krautmacher vertont wurde.

Der „Klanghelden“ Kinder- und Jugendchor des Oldenburgischen Staatstheaters (Einstudierung Felix Pätzold und Thomas Honickel) sang die in schlichter, eingängiger Melodik komponierten neun Lieder und das Finale ausgesprochen wohlklingend, mit gut intonierenden Stimmen und ausgewogener, geschmeidiger Dynamik.

Alle 40 Sänger und Sängerinnen waren fantasievoll und farbenfroh kostümiert, womit sie auf das Ursprungsland dieses musikalischen Märchens, nämlich China, verwiesen.

Das Kammerorchester, besetzt aus Mitgliedern des Staatsorchesters, untermalte die teils pentatonisch angehauchten Melodien mit einer harmonisch reichhaltigen, modalen Tonsprache und verlieh dem Werk rhythmische Lebendigkeit und Frohsinn.

Dem Komponisten ging es um eine positive Botschaft. Das zeigte sich auch in der

Instrumentierung, wo die hellen Klangfarben von Harfe, Glockenspiel, Flöte und Celesta überwogen.

Thomas Honickel leitete die Aufführung mit Umsicht und wohlüberlegtem Dirigat.

Dass er sich mit dem Werk besonders gut auskannte, war stets zu merken. Er dirigierte schon im Jahr 2000 die Uraufführung des Singspiels in Wuppertal und eine weitere 2017 in Bonn.

Zwischen den einzelnen Liedern stellte Honickel einige Rätsel an die im Publikum anwesenden Kinder, beispielsweise: Was sieht aus wie ein Klavier, klingt aber wie ein Glockenspiel? Und diese wurden beeindruckend spontan von den Kindern gelöst.

Wer weiß: Sollte die kommunale Politik irgendwann zur Einsicht gelangen, dass Oldenburg wieder einen Kulturdezernent braucht, dann wären im Publikum potenzielle Anwärter für dieses wichtige Amt, welche jetzt schon wissen, dass beispielsweise ein Kontrabass bei entsprechender Stimmung auf seiner fünften Seite in der Tiefe mit der tiefsten Saite der Harfe mithalten kann.

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