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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Weihnachtsoratorium hebt die Stimmung

11.12.2017

Oldenburg Es ist wie Lebkuchen, Tannenduft und Kerzenschein – für viele ist es ein Muss, ohne kommt gar nicht die richtige Weihnachtsstimmung auf. Und dann vermögen es allein die ersten paar Takte des Eingangschores „Jauchzet, frohlocket“ – die Paukenschläge, mit Fagott und Flöten –, einen ganzen Weihnachtskosmos zu eröffnen. Bachs Weihnachtsoratorium, eines seiner populärsten Werke überhaupt, war Samstag und Sonntag in der Ansgari-Kirche zu hören. Unter der Leitung von Johannes von Hoff brachten die Ansgari-Kantorei und das Concenti-Ensemble Nordwest (Leitung: Birgit Wendt-Thorne) zusammen mit Vokalsolisten und dem Ensemble La dolcezza die Kantaten I, III, IV und VI mit Lesung der Evangelientexte aus den Kantaten II und V zur Aufführung.

Das Ensemble La dolcezza spielt auf historischen Instrumenten und besticht mit seinem transparenten Orchesterklang; mit Streicherton ohne Vibrato, klaren Phrasierungen und der so charmanten Unreinheit historischer Blasinstrumente. Demgegenüber ist der Chor in seiner Größendimension mit den historischen kleinen Vokalensembles nicht vergleichbar.

Die Ansgari-Kantorei ist mit rund 80 Sängerinnen und Sängern wirklich klangmächtig und vermag es zuweilen, die Streicher zu überbedecken. Daneben glänzt sie mit homogenem Klangbild der Einzelstimmen und präziser Artikulation. Das Concenti-Ensemble ist mit jungen hohen Stimmen ein zusätzlicher Gewinn. Chorleiter Johannes von Hoff scheint in der Musik aufzugehen. Er wählt rasche Tempi und verleiht dem Werk angenehmen Schwung.

Ein Highlight des Abends ist der Altus Alex Potter. Samtweichen Ton verströmt er in der Arie „Bereite dich Zion“. Wunderschön gerät auch sein Duett („Schließe, mein Herze“) mit der Solovioline (Konzertmeisterin Veronika Skuplik) und Orgelbegleitung (Karl-Ernst Went). Mitreißend sind auch Matthias Horns kerniger Bass sowie Knut Schochs glasklarer Tenor. Hanna Zumsande bezaubert mit ihrem leichten Sopran und malt in Arien und Duetten ebenso intensive wie fein ziselierte Linien.

Es ist ein Fest in der Ansgari-Kirche und spätestens mit dieser rundum gelungenen Aufführung des Weihnachtsoratoriums kann die Weihnachtsstimmung gar nicht mehr ausbleiben.

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