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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Zuhörer erleben Reise durch Musik der Stille

05.11.2019

Oldenburg Der Titel lautet „No Exit“. Das kann ja eigentlich nur in die Sackgasse führen. Doch hier nicht. Im Theater Wrede steht neue Musik auf dem Programm. Und das Oh-Ton-Ensemble hat dabei 90 Minuten lang Werke der Gegenwart angeboten, die man auch fürs häufiger gespielte Repertoire zulassen könnte. Nun gut, zumindest schon mal für Anwartschafts-Verhandlungen eignen sich die Kompositionen.

Klar, mit der angesagten Komponistin Rebecca Saunders steht man immer auf der richtigen Seite. „Fury II“ von 2009, das ist ein gut viertelstündiges Bravourstück für Kontrabass und fünf Spieler, die mit dem Solisten John Eckhard konkurrieren. Die in Berlin lebende Britin verlangt vom Solisten harte Arbeit, vom Ensemble Ausbrüche wie unter Starkstrom und vom Hörer Neugier auf komplexe Klangmischungen. „Fury“ – Wut eben. Klaus Ospald, selbst anwesend, steuert die Uraufführung bei, sein Auftragswerk von Oh-Ton ist „The double mingles of elements“.

Die „doppelte Vermischung der Elemente“ für Septett lässt den Hörer knabbern. Er lauscht bedrohlichen Bläsern, Grummeln in der Tiefe und vor allem darauf, wie fein die Instrumentalisten auch noch im gehauchten Pianissimo knispern, knistern und knurp­seln. Jedoch beginnt die Musik nach einer Weile zu verharren und ratlos eine Richtung zu suchen; aber sie findet keine mehr. In seinem Trio „au début – après tout“ versteckt auch Eckart Beinke, der künstlerische Leiter des Oh-Ton-Projektes, eine verhalten vorwärts treibende Energie erst einmal unter der Oberfläche. Doch Saxofon, Viola und Klavier zapfen immer wieder Strom ab, wenige Volt nur. Aber die reichen für eine kaum spürbar angeschobene Reise durch eine Musik der Stille, auf die sich die Zuhörer zwischen Drängen und Nachgeben fasziniert einlassen können.

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Im Einsatz ist ein Ensemble von Könnern mit interpretatorischen Erfahrungen und intensivem Gefühl für klangliche Aufsplitterung in der aktuellen Besetzung: Sergi Bayarri (Klarinette), Mark Lorenz Kysela (Saxofon), Christopher Collings (Trompete), Filip Erakovic (Akkordeon), Roman Rofalski, Patricia Martins (beide Klavier), Michael Pattmann (Perkussion), Laura Hovestadt (Viola), Jessica Kuhn (Cello), John Eckardt (Kontrabass) und Ekkehard Windrich (Violine und Dirigat).

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