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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Anspruchsvolle Popmusik verfängt immer

08.03.2018

Oldenburg Wenn eine Band ihr Konzert damit beginnt, drei ihrer populärsten und verkaufsträchtigsten Hits am Stück zu spielen, dann muss irgendetwas Besonderes auf der Bühne vor sich gehen. Entweder ist die Programmabfolge durcheinander gepurzelt oder aber die Musiker haben sowieso ausschließlich erfolgreiche Lieder im Gepäck.

10cc ist solch eine Band mit prall gefülltem Koffer. Die fünf Engländer um ihren künstlerischen Chef Graham Gouldman starteten am Dienstag in der ausverkauften Kulturetage mit dem Superhit-Dreier „Wall Street Shuffle“ /„Art for Art’s Sake“/„Life’s a Minestrone“ – und ließen damit bereits ein ebenso staunendes wie begeistertes Publikum zurück.

Was folgte, ließ die frühen Lorbeeren weiter wachsen: Lieder, die jeder kennt, der in den 1970er Jahren mit Popmusik groß geworden ist, und die heute noch jeder mitsingen kann.

Ob die rauschhafte Romantik-Stimmung beim Doppel „I’m Mandy, Fly Me“/„I’m Not In Love“, die verzwickte Minioper „Une Nuit A Paris“ oder das große Finale vom Megahit „Dreadlock Holiday“ bis zum herrlichen A-cappella-Schmalz „Donna“ – die Schönheit großer Melodien wollte nicht verblühen.

Als nach 90 Minuten dann mit einem ausgedehnten „Rubber Bullets“ das Hitfeuerwerk verlosch, schauten viele ungläubig auf die Uhr. Die Zeit war wie im Fluge vergangen.

10cc haben es dank der Talente ihrer Musiker geschafft, anspruchsvolle Popmusik auch im 46. Jahr ihres Bestehens aus dem Studio auf die Bühne zu bringen. Wichtig: Bassist und Sänger Graham Gouldman leitet keinen „Oldies but Goldies“-Zirkus, sondern überführt seine seit Jahrzehnten erfolgreichen Lieder in aktuelle Hörgefilde.

Und Gouldmans Mitstreiter – Iain Hornal (Gesang, Gitarre, Piano), Paul Burgess (Schlagzeug), Rick Fenn (Gitarre, Gesang) und Keith Hayman (Tasteninstrumente, Gitarre, Gesang) – folgten dem 10cc-Kopf über jede Hürde, die sich ein trickreicher Komponist so einfallen lassen kann. Rhythmuswechsel, Brüche, Rückungen: Die Songs der Band sind voll davon, sie sind kompliziert konzipiert und fürs Publikum trotzdem unkompliziert zu genießen. Man könnte dies als anspruchsvolle Kompositionskunst in Vollendung bezeichnen, und 10cc haben viel davon. Der Applaus war dem außergewöhnlichen Konzertereignis angemessen groß, herzlich und ausdauernd.

Klaus Fricke
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