• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Hamburg Blues Band kommt mit frischem Wind

02.10.2017

Oldenburg Zuerst etwas Hans Albers, hanseatisch maritim. Dann eine volle Breitseite „Rockin‘ Chair“, und schon sind die Fronten geklärt. Die Hamburg Blues Band ist keine Folkloretruppe von der Elbe, hier sind erfahrene Musiker am Werk, die harten, englischen Bluesrock zelebrieren. Die knapp 100 Zuschauer am Freitag im „Charly’s“ an der Wallstraße wussten, was kam. Und sie genossen.

Es war das etwa 15. Konzert der Hamburg Blues Band in Oldenburg – nicht viel im Vergleich zum aktuell 35-jährigen Bestehen der Formation. Doch trotz dieses Alters zeigt die Gruppe kaum Verschleißerscheinungen, was dem Kunstgriff von Bandgründer, Sänger und Gitarrist Gert Lange zu verdanken ist, mit Gastkünstlern stets neue Farbtupfer in den erdigen Blues der Hamburger zu setzen.

Diesmal veredelte (wie seit langem) die schottische Rockröhre Maggie Bell den Auftritt. Auch wenn die Zeit ihrer ganz großen Erfolge Anfang der 1970er Jahre vorbei ist, so hat ihre Stimme an Kraft und Präsenz nichts eingebüßt. Eindringliche Bluesnummern wie „As the years go passing by“ oder „Living in the palace of the King“ geraten bei Maggie Bell zu spektakulär-hymnischen Popballaden, schnellere Songs wie „Wishing well“ oder „I’m in love“ überzeugen ebenfalls. Der Applaus im „Charly’s“ für die 72-Jährige war groß und anhaltend.

Am anderen Ende der Altersskala der Hamburg Blues Band steht Krissy Matthews. Seit knapp zwei Jahren besetzt der 25-jährige Engländer die Position des Sologitarristen in der Gruppe – und lässt seine berühmten Vorgänger Dave Clempson, Miller Anderson oder Alex Conti rasch vergessen. Die Nuancen und neuen Akzente, die Matthews in bekanntes HBB-Material wie „City Heat“, „Trouble Man“ oder „Rattlesnake Shake“ bringt, machen ihn fast zum akustischen Erneuerer einer Gruppe, die sich in früheren Jahren schon mal auf Routine verlassen hatte.

Der frische Wind des exzellenten Gitarristen pustet eben auch dem Rest der Band neuen Tatendrang zu. Dass zudem Matthews‘ eigene Stücke wie „Bubbles and the seven phones“ oder das überragende „Language by injection“ zu den aufregendsten Beiträgen des Konzerts im „Charly’s“ zählten, sagt viel aus über die Klasse dieses Musikers, genauso wie über die Wandlungsfähigkeit der Hamburg Blues Band. Der starke Applaus des Oldenburger Publikums sprach ein an diesem Abend ein klares Urteil.

Klaus Fricke
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.