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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Musikalische Herbstoffensive

12.10.2019

Oldenburg Eigentlich sollte man ein Text nicht mit dem Wort „eigentlich“ beginnen. Aber: Eigentlich wollte sich Paddy Maindok als Konzertmanager schon seit längerem etwas zurückziehen. Nach 20 Jahren Arbeit für seine „Singers & Players“-Reihe sollte Ruhe ins Spiel kommen. Eigentlich. Doch nun ist der Terminkalender voller denn je: Mit neun Veranstaltungen in 31 Tagen stellt Maindok demnächst einen Rekord für seinen Ein-Mann-Betrieb auf. Ruhe? Eher nicht!

„Hat sich so ergeben“, meint der Oldenburger, der vor allem das Theater Laboratorium und das Wilhelm 13 für seine Konzertabende nutzt, und zuckt die Schultern. Ein bisschen stolz ist er natürlich trotzdem, dass ihm als freier Veranstalter ein derart dicht gebündeltes Programm gelungen ist.

Und in der Tat kann sich die anstehende Reihe von Auftritten sehen lassen, die weit über das ausschließliche Sänger/Liedermacher-Konzept (so lässt sich die „Singers & Players“-Philosophie wohl am ehesten erläutern) hinausgeht. Folk- und Rockbands treten hier ebenso auf wie Kabarettisten, Clowns und Artisten. Maindoks musikalische Herbstoffensive beginnt am letzten Oktoberwochenende und läuft bis zum 26. November. Fünfmal ist das Theater Laboratorium der Austragungsort, viermal das Musik- und Literaturhaus Wilhelm 13. Und obwohl alle Veranstaltungen hohe künstlerische Qualität versprechen, ragen einige Gastspiele noch heraus.

Das ist zum Beispiel gleich zum Auftakt am Sonntag, 27. Oktober, der „Hurenabend über die käufliche Liebe mit Liedern von Brecht und Weill“. Der frühere Oldenburger Pianist Michael Barfuß und die Sängerinnen Swetlana Saam, Jana Rahma und Muriel Leonie Graf präsentieren dabei im Laboratorium die Kleinkunstrevue „Lala“, in der die erotisch-ironischen Texte Bertolt Brechts und die wunderbaren Melodien Kurt Weills im Zentrum stehen.

Amerikanische Liedermacher-Musik im Stile von Tori Amos oder Paul Simon ist das Metier von Willy Porter. Der Gitarrist, dem 1994 mit dem Album „Dog Eared Dream“ der Durchbruch gelang tritt am Donnerstag, 31. Oktober, zu einem Solokonzert im Wilhelm 13 auf. Mit seiner markanten Stimme und seinem ausgezeichneten Gitarrenspiel kann Porter sein Publikum so packen, als wäre er eine komplette Rockband. Weitere musikalische Höhepunkte sind die inzwischen schon traditionelle „Nacht der Gitarren“ am Dienstag, 19. November, im Laboratorium sowie die Band um den Australier Jaimi Faulkner am Dienstag, 5. November, im Wilhelm 13. Gelacht werden darf übrigens immer montags in der „Singers & Players“-Reihe. Gar nicht mehr missen möchte man hier das international besetzte „Varieté Laborieté Extraordinaire“, das der Action-Clown Jeff Hess, ein New Yorker Wahloldenburger, am Montag, 11. November bereits zum vierten Mal im Laboratorium eröffnet. Wie üblich wird sich Hess zu diesem Anlass ebenso wenig schonen wie es seine Gäste – Magier Jan Logemann, der „biegsame Clown“ Bart van Dyck, Comedy-Jongleur Jens Ohle, Luft- und Tanzartistin Mareike Koch – tun wollen. Alles nur, um die Lachmuskeln der Zuschauer zu strapazieren.

Ähnliche Reaktionen dürfte der Auftritt von Irmgard Knef hervorrufen. Die (fiktive) Zwillingsschwester der großen Hildegard wird am Montag, 18. November, im Laboratorium wie stets dargestellt von Ulrich Michael Heissig. Sein aktuelles Bühnenprogramm heißt „Barrierefrei“ und mischt respektvoll und doch fröhlich sowie in voller Kostümierung Gesang und Geschwätz aufs Unterhaltsamste.

Klaus Fricke
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