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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ausstellung zum 40-Jährigen

05.01.2019

Oldenburg Die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft (GDCF) feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Dazu wird es vom 19. September bis 2. November die Ausstellung „Qingdao/Tsingtau“ in der Landesbibliothek Oldenburg geben. Die Hafenstadt in der Provinz Shandong im Osten der Volksrepublik China gehörte von 1898 bis 1914 als Schutzgebiet zum damaligen Deutschen Reich.

Exponate und Dokumentationen über die „Roten Dächer am Gelben Meer“ und das Leben im Schutzgebiet Tsingtau während der Kolonialzeit werden am Beispiel von Oldenburger Bürgern, die dort gelebt haben, gezeigt. Angefangen von dem Oldenburger Bauschreiber Heinrich Eilers (1872 bis 1964), der auf dem Bauamt in Tsingtau beschäftigt war, über Dr. Elise Troschel, die von 1903 bis 1906 als Ärztin und Geburtshelferin in China praktizierte und ihren Mann Ernst Troschel (1868 – 1915), der Marine-Oberbaurat in Tsingtau war und r übrigens die Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven entworfen hat. Es werden neben Stadtplänen und Fotos auch Bauzeichnungen und Katasterpläne gezeigt.

1911 reiste Bernhard Döpke aus Osternburg über Suez und Singapur nach Tsingtau. Er fuhr als Minensucher auf dem Kanonenboot Iltis II auf chinesischen Gewässern. Das Kanonenboot wurde mit zwei anderen Schiffen im Hafen von Tsingtau versenkt, um 1914 das Einlaufen der Japaner zu verhindern, was aber scheiterte – Im November wurde Tsingtau von den Japanern besetzt.

Das Postwesen der damaligen Zeit wird sehr umfangreich dargestellt. Das Geldwesen wird mit deutschen Kiautschou-Münzen und chinesischen Käschmünzen dokumentiert. Dokumente und Pläne der Kirchen und Grund- und Hochschulen finden ebenfalls viel Platz. Und was wäre eine Ausstellung dieser historisch wichtigen Zeit ohne entsprechende Vorträge, die in Zusammenarbeit mit der GDCF zusammengestellt werden.

Ma Jianxiang (28) ist in Qingdao, ehemals Tsingtau, zur Schule gegangen und wird als Student der Kunst und Medienwissenschaft an der Uni Oldenburg von vielen deutschen Häusern und Einrichtungen Fotos und Videos produzieren, die während der Feierlichkeiten zu sehen sein werden. Die Oldenburgerin Gerlinde Pehlken hat ein Buch über Bernhard Ruhstrat (1895 bis 1916) geschrieben, der in der gleichen Stadt wie Jianyiang die Schule besucht hat.

„Tsingtau ist die deutscheste Stadt in China“, sagt Dr. John Goodyear, der Vorsitzende der GDCF. „Wir wollen mit der Ausstellung die Deutsche Kultur, wie sie in China existiert, näherbringen.“ Die GDCF kümmert sich um die Pflege der Völkerverständigung zwischen Deutschland und der chinesischen Volksrepublik. Vereinsmitglieder und Freunde treffen sich an jedem 3. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Restaurant Shang Hai, Damm 22.

 Wer Fotos oder Dokumente aus dem deutschen Tsingtau für die Ausstellung zur Verfügung stellen kann, kann sich unter Telefon   9 73 64 88 oder Mail an g.pehlken@gdcf-oldenburg.info melden.

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