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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Klara bringt sogar Roboter zum Singen

10.09.2018

Oldenburg Was macht einen Nachmittag zum besten der Welt? Ein Besuch des neuen Kinderstücks in der Limonadenfabrik wäre eine mögliche Antwort. Denn dort spielt Esther Vorwerk ausdrucksstark, witzig und facettenreich die Geschichte des Mädchens Klara und ihres Freundes, der Roboter Fips. Die Begegnung durchbricht zumindest für einige Stunde die Grenzen zwischen der toten Welt der Technik und dem lebendigen Reich eines Kindes.

Der Zuschauer findet sich in einer Werkstatt wieder, ein Förderband reicht quer über die Bühne. Die ersten Lachsalven erntet Esther Vorwerk als mürrische Arbeiterin Heike, die erst nach einer Tasse Kaffee für andere genießbar wird. Die Präsentation des martialischen Roboters löst die zweiten aus. Witzige Passagen durchziehen „Den besten Nachmittag der Welt“ von der ersten bis zur letzten Minute. Die Lacher über Klaras Mama, die beim Besuch von Fips erstmal die Düsen abwischt, gehen allerdings auf Kosten der Mütter.

Rosa Röckchen

Herrlich komisch die Verkleidungsszene, wenn Klara ihrem Fips ein rosa Röckchen anzieht, Freundschaftsbänder an die Arme hängt und ein Prinzessinnenkrönchen aufsetzt. Schließlich singen beide im Duett Ronan Keatings Hit „When you say nothing at All“ – emotional der Höhepunkt der Begegnung dieses ungleichen Paars.

„Der beste Nachmittag der Welt“ erheitert von der ersten Minute. Mit viel Herz erweckt Esther Vorwerk alle Figuren zum Leben. Die Limonadenfabrik, die nach der Eröffnung im Vorjahr nun in die zweite Saison geht, bietet als Werkstatt in mehrerer Hinsicht den idealen Rahmen.

Die Handlung irritiert allerdings an einigen Stellen. Nicht ganz klar wird zum Beispiel, durch was der Roboter sein metallenes „bis hierher nichts verstanden“ ablegt und die Maschine zum Dialog mit dem Kind fähig wird. Auch das Ende des Stücks rührt zwar an, lässt aber über die Botschaft rätseln: Klaras Mutter hat über Fips’ Servicenummer die Werkstatt informiert. Arbeiterin Heike ist entsetzt darüber, wie sie ihren Roboter vorfindet, setzt alles auf Werkseinstellung zurück und lässt Fips zum Kunden verschiffen. Als Klara traurig am Hafen ihrem Freund nachtrauert und „When you say nothing at All“ summt, fällt auf einmal Fips’ blecherne Stimme in ihren Gesang ein. Wieso singt der Roboter, dessen Chip Heike doch ausgewechselt hatte? Dem Beobachter kommt bei dem Stück die Frage, wie ein gutes Miteinander zwischen Mensch und Technik aussehen könnte. Doch dazu sagt das Stück leider nichts, Heike und Klara kommen sich nicht näher.

Großes Team

Mit wie viel Liebe zum Detail an dem Stück gearbeitet und die Bühne hergerichtet wurde, zeigte sich nach der Premiere am Samstag. Von Regisseur Markus Wulf angefangen über die Verantwortlichen für Figuren und Technik, Mechthild Nienaber und Wiebke Gärtner, bis zu Pavel Möller-Lück und Barbara Schmitz-Lenders, die ihren Nachwuchskräften die Freiräume zur Entfaltung bieten, füllte sich die Bühne mit einem großen Team.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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