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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Königliches Konzert mit den King’s Singers

26.06.2018

Oldenburg Dem musikinteressierten Publikum die berühmten King’s Singers vorzustellen hieße so viel, wie die sprichwörtlichen Eulen nach Athen zu tragen. Das weltberühmte Ensemble The King‘s Singers, das seine Wurzeln im elitären King’s College der Universität Cambridge hat, steht seit nunmehr einem halben Jahrhundert für vier-, fünf- und sechsstimmigen A-Capella-Gesang auf allerhöchstem Niveau. Da die King’s Singers schon seit jeher ihren Fokus zum einen auf den mehrstimmigen Gesang der Renaissance und der flämischen Schule, zum anderen auf moderne und zeitgenössische Chorkompositionen haben, war es nicht erstaunlich, dass sie ihr Jubiläumsprogramm zum fünfzigjährigen Bestehen der Formation unter dem Motto „Great Music must shine“ mit inspirierenden und klangschönen Werken dieser beiden Epochen bestückten, angereichert um den Programmpunkt „Die Zauber der Romantik“.

Der Auftritt in der voll besetzten Lamberti-Kirche glich von Stimmung und Atmosphäre her einem Heimspiel. Schon zum fünften Mal besuchten die King’s Singers, die natürlich nicht mehr in der Formation von vor 50Jahren auftreten, sondern mit immer wieder neu hinzugekommenen, frischen Stimmen antreten, Oldenburg und die zahlreichen Freunde der Chor­musik aus unserer Stadt und umzu. Was die sechs sympathischen Briten auch anfassten, sie ließen es aufleuchten und aufscheinen, getreu dem Motto: Great Music must shine!

Die Countertenöre Patrick Dunachie und Timothy Wayne-Wright, der Tenor Julian Gregory, die Baritone Christopher Bruerton und Christopher Gabbitas und der Bass Jonathan Howard nahmen auf eine fantastische Reise zwischen den Zeiten und zwischen den Stilen mit, alles immer gesanglich und in der Ensembleleistung auf allerhöchstem Niveau. Schon der Konzertbeginn setzte die beiden Schwerpunkte in harter Fügung gegeneinander: Auf eine ganz am Stil der Renaissance-Motette orientierte Wiedergabe eines lateinischen Gebetes von King Henry VI aus dem Jahr 1441 folgte fast übergangslos die moderne Komposition eines ehemaligen King’s Singers: Bob Chilcotts „We are“ auf einen zeitgenössischen Text mit der weltanschauungskitschigen Zentralaussage „In minor ways we differ, in major we’re the same“. Und das wiederum in süßlichen, extrem pop- und jazzlastigen Harmonien.

Es gehört zum Erfolg der King’s Singers, das intensiv Geistesaristokratische (etwa Palestrinas „Pulchrae sunt genae tuae“ oder Orlando Lassos „Musica Dei donum“) mit „Close harmonies“, Beatles-Songs und „Down by the riverside“ zu kombinieren. Auch ein Purist wird zugestehen, dass das Publikum hin und weg war und stehende Ovationen darbrachte.

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