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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Blindfische, Suppenhühner und Piraten

23.07.2018

Oldenburg „Beim kleinen Fisch, beim großen Hai und auch beim flachen Rochen: Was wir Piraten einmal schwören – das wird auch nicht gebrochen“, diesen Schwur musste ein jeder leisten, der sich am Samstag der Piratenbande von Piratenkapitän Calito Jack (Werner Uhling-Wessel) anschloss. Unter der Piratenflagge auf dem Gelände vom Stadtgarten Abraham. Hier sollte er also sein – der vergrabene Schatz von Calito Jack.

Doch bevor die Freibeuter auf Schatzsuche gingen, mussten weitere Piraten angeheuert werden. Der Platz war für den Kultursommer in ein großes „Piratennest“ verwandelt worden – mit tollen Mitmachaktionen:  Plankenlauf, Knotenschule, eine Piratenwerkstatt mit Bastelmöglichkeiten, Kinderschminken und für ganz Mutige eine Piratenkanone. Höhepunkt des Spektakels war die große Schatzsuche. Wer alle Stationen durchlaufen hatte, wurde mit einem Piratendiplom offiziell in den Kreis der Seeräuber aufgenommen. Eine prächtige Urkunde, die schon nach einigen Stationen alle Spuren einer wilden Seeschlacht aufwies. „Die Urkunde berechtigt alle Erwachsene zum freien Parken in Oldenburgs Innenstadt“, so Kapitän Black. Nur wenige der großen Besucher hielten dies für bare Münze. Die Kinder schon gar nicht.

Beim Plankenlauf konnte man schon kirre werden. Fünf prall gefüllte Jutesäcke wackelten hin und her. Und hier sollte man sich einen Weg bahnen, ohne von den Planken gerissen zu werden? Aber mit Hilfe der Sanften Sophie (Sophie Kontermann) ging alles gut. Und der erste Stempel auf der Urkunde war gesichert. Das riesige Geschoss von Kanonen Piet (Tony Wessel) sorgte sofort für Aufregung: „1 – 2 – 3 Feuer frei“, hieß es auf dem Piratengelände, das vorher tonnenweise mit Sand ausgelegt wurde.

Jan Dietrich und Belinda Mellish machten mit Karla (4) eine kleine Pause auf einer benachbarten Insel. „Es ist alles ganz schön anstrengend“, sagte der Vater. „Aber es macht Spaß“, schoss es aus Karla heraus. Auch Mama Belinda Mellish bestätigte in ihrer neuseeländischen Mundart: „Es ist alles ok.“ Sie kamen aus der Piratenwerkstatt, wo eifrig gebastelt, geklebt und genäht wurde. Ein Löffelpirat war schnell fertig: Gesicht (mit Augenklappe) auf Kochlöffel gemalt, aus Stoff ein Piratenhemd und Piratenhalstuch geklebt – fertig.

Bei der Visagistin Lydia Hermann ging es mehr fein zu. Sie selbst kunstvoll als Piratenbraut geschminkt und gekleidet zauberte wahre Kunststücke auf die kleinen Gesichter der Mädchen und Jungen. „Sehr schön“, sagte die kleine Clara (4), die sich ganz stolz im Spiegel betrachtete. Und überall war die Stimme des Kapitäns zu hören. Dann rief er zum pädagogisch wertvollen Muschelrätsel auf: Nicht die größte Muschel war die edelste, sondern die kleinste. Die war nämlich innen mit Perlmutt ausgeschlagen. Und dann war auch die Schatzkiste gefunden – und es mussten knifflige Fragen beantwortet werden. Zum Beispiel: Was ist ein Rostrum? Es ist die spitz zulaufende Verlängerung des Schädels zum Beispiel bei Haien.

Entweder nahm man bei den sommerlichen Temperaturen aktiv an dem Getümmel teil oder man räkelte sich am Strand im Liegestuhl des Stadtgartens. Die Freibeuter vom „Heimathaven“ an der Piratenbar sorgten für Erfrischungen.

Der Piratentag war ein Aktionstag des City-Management Oldenburg (CMO) im Rahmen der Oldenburg Stadtgärten und fand in Kooperation mit der Kulturetage statt.


Mehr Bilder von den Kinder- und weiteren Konzerten:   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 

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