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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Heißer Abend mit Oldenburger Band

27.07.2018

Oldenburg Es ist der wohl heißeste Tag des Jahres – und das sieht man: Kinder flitzen barfuß über den Schlossplatz, während die Großen sich bei Eis und Bier abkühlen. Und das ist auch dringend nötig. Schon am späten Nachmittag trotzen viele Besucher der Hitze, versammeln sich gegen alle Widrigkeiten auf dem und rund um das Partygelände. Ein bunter Mix aus Jonglage, Zauberei und Comedy – den die „Asphalt Gringos“ hier bieten – stimmt das Publikum schon würdig auf den Abend ein.

Deutlich subtiler gehen da hingegen die Mitglieder der Oldenburger Band „Fréros“ vor – sie starten ins Spektakel mit: Lauch. Den hatten sie zuvor hübsch rund um ihre Instrumente dekoriert, bleiben selbst der Bühne aber noch fern. Die abstruse Szenerie soll ja erst einmal wirken. Kenner dürfte dies aber nicht verwundert haben, ist das Motiv doch auch auf der noch jungen Fréros-EP wiederzufinden. Trotzdem bleibt zunächst eine Frage offen: Weshalb? „Pierres Lieblingswort auf Deutsch ist Lauch. Eine Zeit lang hat er einfach alle Lauch genannt“, so Alex Pojda, Gitarrist der Band.

Nachdem dies geklärt ist, kann es endlich so richtig losgehen. Und wie! Die acht Musiker stehen in einem bunten und vielfältigem Stilmix auf der Bühne – von Leopardenmuster über Streifen bis hin zum Hawaiihemd ist da alles vertreten. Das schlägt sich natürlich auch musikalisch nieder. Ganz vorn an der Bühne stehen echte Fans der Band: Songtexte werden mitgesungen, zwei Frauen tanzen mit frischem Lauch in der Hand begeistert zur Musik. Fréros ist bekannt bei den Oldenburgern, das merkt man sofort. Und die Band kommt bei ihrem Heimspiel gut an.

Während langsam die Sonne hinter der Lambertikirche verschwindet, wird der Sound auf der Bühne immer heißer. Nach dem vermeintlich letzten Song verlangt das Publikum eine Zugabe. Beim Song „Everybody move“ können dann auch die letzten Tanzmuffel nicht mehr stillhalten. Student Marlon Müller (26) ist begeistert: „Fréros hat richtig abgeliefert. War ein geiler Auftritt!“

Nur eine kurze Verschnaufpause wird ihm und allen anderen Tausenden Besuchern gewährt. Dann geht es weiter mit der Inklusionsband Station 17. „Sind alle gut drauf?“, ruft’s da ins weite Rund. Die Antwort fällt verhalten aus. Also noch ein zweites Mal. Nachdem die Gäste aber erneut und ganz bestimmt hitzebedingt zurückhaltend reagieren, antwortet die Hamburger Band: „Oldenburg! Ihr seid das beste Publikum, das wir je hatten!“

Das Eis ist augenscheinlich gebrochen, Oldenburg lacht – dann vereinnahmen die elektronischen Klänge den gesamten Schlossplatz. Die acht Hamburger agieren lässig und gechillt auf der Bühne, nach kurzer Eingewöhnungsphase tanzen immer mehr Menschen auf dem Platz. Besonders vorne an der Bühne rocken Annemarie Schröder und Sara Eick richtig ab. „Wir beide kannten Station 17 vorher nicht. Aber jetzt sind wir Fans! Bei der Musik kann man gar nicht anders als tanzen“, erzählen die beiden Frauen begeistert.

Und wieder forderten die Oldenburger eine Zugabe. Insgesamt hätte der Schlossplatz bei den tollen Acts ruhig noch voller sein dürfen, da war man sich hier einig – aber einen positiven Aspekt gab es ja: Platz zum Mittanzen.

Andreas Holtz, Programmleiter des Kultursommers, freut sich am Ende des Tages: „Das war ein ganz besonderer Abend. Zum ersten Mal war eine Inklusionsband dabei. Außerdem kann keiner mehr sagen, dass zu wenig Electro dabei ist. Zwischendurch war es ja fast schon wie ein Rave!“

Rund 4000 Gäste hatten an diesem Abend mitgefeiert, laut Holtz.

Weitere Nachrichten:

Fréros | Station 17 | Kultursommer

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